Das Publikum genießt die musikalischen und tänzerischen Happen

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 Aus mehreren musikalischen und tänzerischen Blöcken setzte sich das Benefizkonzert der Musikschule Aalen zum Auftakt der Vesper
Aus mehreren musikalischen und tänzerischen Blöcken setzte sich das Benefizkonzert der Musikschule Aalen zum Auftakt der Vesperkirche in der Wasseralfinger Magdalenenkirche zusammen. (Foto: Markus Lehmann)
Markus Lehman

Premiere im Kirchenschiff: Anmutiges Ballett, mitreißende Traditionals, Klarinettenklänge und Marimbaphon-Solos haben die Magdalenenkirche nicht nur musikalisch beeindruckend erfüllt, denn auch fürs Auge war einiges geboten.

Die Musikschule Aalen war am Abend vor dem Start der Vesperkirchen erstmals zu Gast in der Magdalenenkirche und präsentierte mit ihren kleinen und großen Ensembles einen wunderschönen Einblick in ihre musische Arbeit. In kleinen, etwa zehnminütigen Häppchen, die nicht nur gerne angenommen wurden, sondern auch die Bandbreite der Musikschule demonstrierten.

Im vergangenen Jahr hat es zum ersten Mal ein Benefizkonzert am Samstag vor der Eröffnung der Wasseralfinger Vesperkirche gegeben. Dieser musikalische Startschuss war damals bestens angekommen. Deshalb lag es nahe, auch 2019 so in die kommenden Vesperkirchen-Wochen zu starten. Wieder war die Magdalenenkirche voll besetzt. Dass die Musikschule auch gesellschaftlich mitmischt in Aalen, hat sie unter anderem beim „Boulevard Ulmer Straße“ gezeigt.

„Ein toller Rahmen“

Corinna Pavel vom Leitungsteam der Vesperkirche der evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen hat deshalb mit Musikschulleiter Chris Wegel wegen eines Benefizkonzerts Kontakt aufgenommen. Diese Idee habe er sofort „super“ und „ideal für uns“ gefunden, erzählt Wegel. Weil es ein toller Rahmen sei, die verschiedenen Ensembles und auch das an der Musikschule Gelernte zu präsentieren.Wegel selbst eröffnete als Leiter der Marching Band den Abend mit einem Traditional.

Dass auch auf relativ kleinem Raum in einer Kirche Platz für graziles und beeindruckendes Ballett ist, bewiesen die Tänzerinnen unter der Leitung von Raina Hebel und Elena Wirth. Vier Stücke gab es im Flötenblock zu hören, etwa den „Central Park“ oder das „Liedchen“ aus der Feder von Joachim Ringelnatz, das Uli Führe in popartige Musik fasste.

Diese kurzweiligen Blöcke aus Ballett, Klarinettentrio, afrikanischem Volkslied, Percussion- und Gitarrenensemble machten dieses Konzert unter dem Titel „open door“ zu etwas Besonderem. Neben den Ensembles in verschiedenen Musikerstärken setzten sich aber auch herausragende Solisten in Szene. Beispielsweise Ben Wegel am Marimbaphon, der sich vor einer Woche eine Teilnahme am Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ gesichert hatte, genauso wie Matteo Konrad, ebenfalls am Marimbaphon.

Das Motto „open door“ in der Magdalenenkirche passt für Chris Wegel bestens. Es sei „total toll“, dass sich eine Kirche in dieser Weise öffne für Hilfsbedürftige, für Menschen, denen es finanziell besser geht genauso wie für Menschen, die einen Schicksalsschlag erlebten oder die finanziell nicht so gut gestellt sind. Auch für die Musikschüler sei es eine Erfahrung zu erleben, dass es auch die andere Seite im Leben gebe. Und diese Art eines Benefizkonzerts sei ein tolles Format und eine sehr gelungene Kooperation. Mit den gemeinsamen „Irischen Segenswünschen“ klang das Konzert aus.

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