Beschäftigt sich in seinem Buch mit Menschen, die die Unterkochen geprägt habe: Wolfgang Fähnle.
Beschäftigt sich in seinem Buch mit Menschen, die die Unterkochen geprägt habe: Wolfgang Fähnle. (Foto: Edwin Hügler)
Schwäbische Zeitung

Der Unterkochener Wolfgang Fähnle ist bekannt als engagierter Kämpfer für eine Ortsumfahrung von Unterkochen und gegen den Ausbau der Ebnater Steige. Nicht nur als Leserbriefschreiber hat der promovierte Chemiker und Biochemiker eine flotte Feder, auch mit seinem neuen Buch über Unterkochen mit dem Titel „Vom Dorf der Mühlen zur modernen Industriegemeinde“ stellt er sein Können als Autor unter Beweis. Unser Mitarbeiter Edwin Hügler hat bei ihm nachgefragt.

Herr Fähnle, was verbindet Sie mit Unterkochen?

Ich bin in Kornwestheim geboren und lebe seit meinem dritten Lebensjahr, also fast 70 Jahre, in Unterkochen. Ich war vier Jahrzehnte lang Leiter der Leichtathletik in Unterkochen, zwei Jahrzehnte im Ortschaftsrat, habe drei Kinder, die hier aufgewachsen sind, und beschäftige mich mit dem Leben in Unterkochen kritisch und manchmal weniger kritisch, aber immer mit dem Ziel das Beste für Unterkochen zu erreichen.

Wie sind Sie darauf gekommen ein Buch über Unterkochen zu schreiben?

Der ehemalige Ortsvorsteher von Unterkochen, Karl Maier, hat zu seinem 80. Geburtstag ein Buch von mir erhalten. Dabei habe ich festgestellt, dass oft auch Dinge in der jüngeren Vergangenheit in Vergessenheit geraten. Daraufhin habe ich mich dazu entschlossen, die jüngere Geschichte von Unterkochen aufzuarbeiten solange noch Zeitzeugen vorhanden sind.

Wie lange haben Sie für das Buch recherchiert und daran geschrieben?

Im Februar 2019 hatte ich ursprünglich die Absicht die Kulturgemeinde Unterkochen für das Buchprojekt zu gewinnen. Dies hat jedoch nicht geklappt. Ich habe mich dann dazu entschlossen, es selber zu machen, und hatte als Partner Manfred Hieber von den Fotofreunden Unterkochen. Doch er starb kurz darauf völlig überraschend. Ihm habe ich das Buch gewidmet. Trotz gesundheitlicher Probleme habe ich an dem Projekt aufgrund des großen Zuspruch aus Unterkochen weitergearbeitet und es im Juni 2020 abgeschlossen.

Können Sie die wichtigsten Inhalte des Buches kurz beschreiben?

Die Idee war es ein Buch zu schaffen, das über Bilder und Texte das Interesse der Leser weckt. Es sollte vielschichtig sein und das ganze Leben in Unterkochen zeigen. Im ersten Kapitel habe ich mich der Natur und Landschaft gewidmet und anhand von Wanderkarten einen Blick auf Unterkochen geworfen. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den Menschen, die die Gemeinde geprägt haben, außerdem werden die Veränderungen in Unterkochen aufgezeigt. Im dritten Kapitel stehen Handwerk und Industrie im Vordergrund. Vor allem die großen Unterkochener Betriebe haben sich mit eingebracht und ich habe einen tiefen Einblick in die Betriebsstrukturen erhalten. Das vierte Kapitel „Lebenswertes Unterkochen“ beginnt mit dem Heimatdichter Siegfried Wiedemann. Außerdem werden die Kirchen, die Schule und die Vereine beschrieben. Das Buch endet mit Kapitel fünf „Geschichten und Anekdoten aus Unterkochen“.

Wer hat außer Ihnen noch an dem Buch mitgewirkt?

Naturfotograf Hans-Peter Horn hat viele Bilder geliefert, und die Zeichnungen im fünften Kapitel stammen von Angelika Gross-Haux. Die Werbeagentur Jörg Brenner hat das Layout gestaltet, und Friedrich Rudzik, Konrad Theiss und Wolfgang Palm waren als Lektoren tätig.

Haben Sie schon ein neues Buchprojekt?

Ich habe verschiedene Ideen wie zum Beispiel Familiengeschichten aus Unterkochen oder die Darstellung der Handwerksbetriebe. Eine völlig andere Idee von mir ist es ein Chemiebuch für Nichtversteher mit dem Titel „Elemente sind auch nur Menschen“ herauszugeben.

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