Dank Oberliga-Annullierung: VfR Aalen bleibt in der Regionalliga

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Brust raus: VfR Aalens Trainer Uwe Wolf hat mit seiner Mannschaft den Klassenerhalt früher als erwartet erreicht, da es durch die Annullierung der Oberliga in der Regionalliga nun statt sechs nur zwei Absteiger geben wird. (Foto: Thomas Siedler)
Aalener Nachrichten
Leiter der Redaktionen Aalen und Ellwangen

Fußball-Regionalligist VfR Aalen darf die Korken knallen lassen, einen Absturz in die Oberliga wird es in diesem Sommer nicht geben, da die drei Fußballverbände des Landes (BFV,SBFV und WFV) nun doch beschlossen haben, auch die Oberligasaison zu annullieren. Dies war unlängst von der Verbands- bis runter in die B-Liga entschieden worden. Da es keine Aufsteiger aus der Oberliga geben wird, hat dies unmittelbare Konsequenzen für die Regionalliga: Statt der ursprünglich vorgesehenen sechs Absteiger wird es im Sommer demnach nur noch zwei geben. Der VfR hat mit seinen 42 gesammelten Punkten satte 20 Punkte Vorsprung auf den Vorletzten Bayern Alzenau, wird also auch in der kommenden Saison in der Regionalliga antreten dürfen.

Die Gesellschafterversammlung und die Spielkommission mit Vertretern der drei Fußballverbände des Landes (BFV, SBFV und WFV) haben an diesem Donnerstag den Beschluss gefasst, den Spielbetrieb in der Oberliga Baden-Württemberg der Herren in der Saison 2020/21 nicht wieder aufzunehmen. Die beendete Meisterschaftsrunde ist mit diesem Beschluss annulliert mit der Folge, dass es insbesondere weder Auf- noch Absteiger gibt.

Regionalliga Südwest lehnt Aufsteiger ab

Dem Beschluss zur Beendigung und Annullierung der Oberliga-Spielzeit vorausgegangen war ein Beschluss der Gesellschafterversammlung der Regionalliga Südwest GbR, unter den gegebenen Umständen keine Aufsteiger aus der Oberliga Baden-Württemberg, der Lotto Hessenliga und der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar aufzunehmen. Die Begründung leitet sich aus der fehlenden sportlichen Qualifikation ab, da keine der Oberligen nur annähernd 50 Prozent der im jeweiligen Spielmodus vorgesehenen Spiele absolviert hat. Die Anzahl der Absteiger aus der Regionalliga Südwest verringert sich in der Saison 2020/21 entsprechend auf zwei Vereine.

In der Oberliga Baden-Württemberg haben die 21 Vereine derzeit erst elf bis 13 von insgesamt 42 zu absolvierenden Spieltagen bestritten. Die Lotto Hessenliga wurde nach Durchführung von elf beziehungsweise von insgesamt 38 Spieltagen vorzeitig durch Abbruch beendet. Die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar spielt in der Spielzeit 2020/2021 in einem besonderen Spielmodus mit zwei Staffeln (Nord und Süd) zu je zwölf Mannschaften. Die Saison wurde abgebrochen, nachdem die Teilnehmer zwischen sechs und neun von insgesamt 22 Spielen der Vorrunde absolviert hatten. Entsprechend wird den bisherigen sportlichen Leistungen in den drei Oberligen kein hinreichender Aussagewert für die Ermittlung von Aufsteigern beigemessen.

Bedürfnis nach einheitlicher Regelung

Im Rahmen der Interessenabwägung fand zudem Berücksichtigung, dass die Regionalliga Südwest GbR auch eine Rücksichtnahme- und Fürsorgepflicht gegenüber den Teilnehmern der Regionalliga Südwest trifft, deren Möglichkeit zum Klassenerhalt im Zusammenhang mit den Aufstiegsmöglichkeiten aus den nachgeordneten Oberligen steht. In die Entscheidung der Regionalliga Südwest GbR fließt zudem das Bedürfnis nach einer einheitlichen Regelung für die beteiligten Regional- und Landesverbände ein, gerade auch im Rahmen der pandemiebedingten Sonderregelungen für die Spielzeit 2020/2021. Entscheidend ist deshalb, dass der Aufstieg in die Regionalliga Südwest für alle drei Oberligen einheitlich geregelt wird, so dass es keine Ungleichbehandlungen innerhalb der gleichen Spielklasse gibt.

Unmut vieler kleinerer Vereine abgewendet

Mit der Entscheidung ist außerdem gewährleistet, dass die Oberliga Baden-Württemberg der Herren gleich behandelt wird wie die Spielklassen auf Landesverbandsebene, die bereits am 09.04.2021 beendet und annulliert wurden. Und genau das haben unzählige Vereine rund um die Ostalb gefordert. Vielleicht sind sie tatsächlich erhört worden.

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