Crailsheim: Heimspielauftakt gegen Bamberg

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Stopfen, bitte; Dunkings könnten den Merlins helfen beim Spiel gegen Bamberg.
Stopfen, bitte; Dunkings könnten den Merlins helfen beim Spiel gegen Bamberg. (Foto: Uwe Anspach/dpa)
Aalener Nachrichten

Das Warten hat ein Ende: mehr als acht Monate sind für den Basketball-Bundesligisten HAKRO Merlins Crailsheim seit dem letzten Heimspiel in der Arena Hohenlohe vergangen. Dazwischen lag ein Finalturnier in München, eine ungewohnte Sommervorbereitung, der modifizierte MagentaSport BBL Pokal und zuletzt der erste Saisonsieg 2020/21 beim SYNTAINICS MBC. Nun kommt der neunmalige deutsche Meister Brose Bamberg zum ersten Auftritt in die Stierkampfarena – ohne Zuschauer. Tipoff ist am Sonntag, 22. November, um 20.30 Uhr.

Nach den Siegen gegen medi bayreuth und SYNTAINICS MBC können die HAKRO Merlins selbstbewusst in ihr erstes Heimspiel der neuen Saison gehen. Am Sonntagabend empfangen die Crailsheimer Brose Bamberg, die mit einem kleinen Dämpfer in die neue Spielzeit starteten. Die Mannschaft von Headcoach Johann Roijakkers musste sich nach einem schwachen letzten Viertel, in welchem sie lediglich elf Punkte erzielen konnten, den Hamburg Towers mit 75:78 geschlagen geben. Am Donnerstag trafen die Franken dann im Nachholspiel des zweiten Spieltags auf den Aufsteiger NINERS Chemnitz. In einem umkämpften Spiel setzten sich die Bamberger am Ende mit 93:86 durch.

Mit ordentlich Respekt vor dem Gegner, aber noch mehr Vertrauen in die eigenen Stärken gehen die Merlins in das Duell mit dem dominierenden Team des Jahrzehnts im deutschen Basketball. Beim Auftaktsieg über den MBC überzeugte man im Teamverbund und hatte gleichzeitig mit Trae Bell-Haynes den überragenden Mann in den eigenen Reihen. Mit durchschnittlich 18,8 Punkten, 8,8 Assists und 5,8 Rebounds in den bisherigen Pflichtspielen wurde er jüngst von der Plattform Eurobasket zum „BBL Player of the Week“ gekürt.

Zu einem außergewöhnlichen Tauschgeschäft kam es im Sommer 2020. Johann Roijakkers, acht Jahre Headcoach in Göttingen, tauschte seine lila Klamotten ein um künftig an der Bamberger Seitenlinie zu stehen. Stattdessen wird Roel Moors nun die Veilchen coachen. Ihrem niederländischen Trainer folgten die beiden Guards Dominic Lockhart und Bennet Hundt, die nun für die Franken auf Korbjagd gehen.

Einen ähnlichen Werdegang hat Elias Lasisi hinter sich. Der Neu-Zauberer spielte in der vergangenen Saison noch für Göttingen, die drei Pokalspiele in der aktuellen Saison absolvierte er für Brose Bamberg. Nun möchte sich der Belgier bei den HAKRO Merlins beweisen. Der Shooting Guard wusste bei seinem ersten Auftritt im Dress der Zauberer gleich zu überzeugen. Beim Spiel gegen den SYNTAINCS MBC standen 11 Punkte, 3 Rebounds und 2 Assists auf seinem Boxscore. Über den ersten Saisonsieg freute sich auch HAKRO Merlins Headcoach Tuomas Iisalo, wenn auch nur vor dem heimischen Fernseher. Am Sonntag steht der Finne nach absolvierter Quarantäne wieder selbst an der Seitenlinie. „Ich habe mich sehr gefreut, dass wir mit einem Sieg in die neue Saison gestartet sind. Das sagt einiges über die harte Arbeit der Spieler, der Coaches Joonas, Juho, Marko und des Physiotherapeuten Jan aus. Sie haben in einer schwierigen Situation einen herausragenden Job gemacht“, lobt Tuomas Iisalo.

Neben den ersten beiden Saisonspielen der Bundesliga absolvierte Brose Bamberg in dieser Saison bereits drei Pokalspiele (Siege über Ulm und Würzburg, Niederlage gegen Ludwigsburg) und zwei Spiele in der Basketball Champions League (Siege gegen Bologna und Bilbao). „Bamberg hat eine disziplinierte und physisch starke Mannschaft, die bereits einige Spiele auf hohem Niveau der Champions League absolviert hat“, blickt Iisalo auf den kommenden Gegner. „Für unser Spiel ist es wichtig, die Bereitschaft in der Defense und unsere Aktionen in der Offensive von Spiel zu Spiel zu verbessern.“

Die meisten der bisherigen direkten Duelle entschieden die Bamberger für sich, das letzte Aufeinandertreffen im Januar 2020 konnten jedoch die HAKRO Merlins Crailsheim siegreich gestalten. In einem spannenden Spiel setzten sich die Hohenloher vor heimischer Kulisse mit 73:69 durch. Damals noch ohne Maurice Stuckey, der aufgrund einer Klausel im Zuge seines Wechsels aussetzen musste. Nun kommt es zum ersten Wiedersehen mit dem ehemaligen Klub.

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