Chronologie: Die jahrelange Suche nach dem Mörder von Maria Bögerl

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Seit sieben Jahren wird im Mordfall Bögerl ermittelt - bisher erfolglos.
Seit sieben Jahren wird im Mordfall Bögerl ermittelt - bisher erfolglos. (Foto: Franziska Kraufmann/dpa)
Deutsche Presse-Agentur

Der Mord an Maria Bögerl ist einer der größten ungeklärten Kriminalfälle Deutschlands. Seit knapp sieben Jahren suchen die Ermittler nach dem Täter.

Ein Rückblick:

12. Mai 2010: Maria Bögerl (54), zweifache Mutter und Frau des Sparkassenchefs Thomas Bögerl, wird aus ihrem Haus in Heidenheim entführt. Ihr Mann hinterlegt 300 000 Euro Lösegeld an vereinbarter Stelle an der A7, die der Entführer zuvor mit einer Deutschland-Fahne markiert hat.

13. Mai 2010: Das Geld wird nicht abgeholt, der Kontakt zum Entführer bricht ab. Von der Frau fehlt jede Spur.

14. Mai 2010: Ermittler finden das Auto Maria Bögerls im Innenhof des Klosters Neresheim. Im Wagen werden DNA-Spuren eines Mannes gesichert, der bis heute nicht identifiziert ist.

16. Mai 2010: Ein zunächst verdächtiger Mann wird kurz nach seiner Festnahme wieder freigelassen.

18. Mai 2010: Die Belohnung für Hinweise zur Aufklärung des Falls wird auf 100 000 Euro verdoppelt. Die Soko „Flagge“, benannt nach der Deutschland-Fahne, wird gebildet.

19. Mai 2010: Mit einem verzweifelten Appell wendet sich die Familie in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY an die Täter.

3. Juni 2010: Ein Spaziergänger entdeckt am Waldrand zwischen Nietheim und Niesitz die Leiche von Maria Bögerl. Sie wurde erstochen.

11. Juli 2011: Bögerls Ehemann tötet sich selbst. Er war zuvor selbst in Verdacht geraten, in den Fall verwickelt zu sein.

14. Juli 2011: Die Kinder der Bögerls kritisieren die Polizei.

5. September 2012: Die Polizei wendet sich über „Aktenzeichen XY“ erneut an die Bevölkerung. Daraufhin führt ein Mann die Polizei monatelang mit falschen Hinweisen in die Irre. Dafür kassiert er mehrere tausend Euro Belohnung – und schließlich zwei Jahre Haft auf Bewährung.

Januar 2013: Die Soko wird von 16 auf 12 Ermittler verkleinert. Mehr als 3000 Speicheltests machten die Beamten bislang auf der Suche nach dem Täter oder den Tätern.

8. Mai 2013: Erstmals ist nur die Rede von mehreren Tätern, sie werden im Spielhallen-Milieu in Baden-Württemberg und Bayern gesucht.

14. Februar 2014: In Neresheim soll ein DNA-Massentest die entscheidenden Hinweise bringen. Mehr als 3000 Männer sollen zur Reihenuntersuchung antreten.

21. August 2014: Die zweite Auflage des Massentests. Auch in Giengen an der Brenz werden rund 500 Männer zum DNA-Test aufgefordert.

Februar 2015: Ein dubioser Zeuge meldet sich bei der Polizei und sorgt über Wochen für Wirbel. Er nennt einen angeblichen Tatbeteiligten. Die Durchsuchung von dessen Wohnung bringt keine Hinweise.

13. Februar 2015: Das Amtsgericht Ellwangen droht den DNA-Verweigerern. Zur Not sollen sie zum Gentest gezwungen werden.

23. April 2015: Die Staatsanwaltschaft Ellwangen verkündet, den angeblichen neuen Zeugen vorerst nicht mehr vernehmen zu wollen.

November 2015: Auf der Suche nach dem Täter werten die Ermittler mit einer neuen Software 600 000 alte Datensätze aus – darunter vor allem Handy-Verbindungsdaten aus dem Tatzeitraum.

April 2016: Knapp sechs Jahre nach dem Mord an der Bankiersgattin geht die Polizei noch einmal 150 neuen Ermittlungsansätzen nach.

5. April 2017: Nun suchen die Ermittler mit einem Phantombild und einer Tonspur nach einem Verdächtigen und gehen einer entscheidenden Spur nach. Der Mann ist in Nordrhein-Westfalen gesehen worden.

„Aktenzeichen XY“ berichtet über den Mord. Am Ende der Sendung heißt es bereits, es seien „eine Reihe konkreter Hinweise“ eingegangen – „auch mehrere Namen wurden genannt“. Das Bundeskriminalamt gibt kurze Zeit später bekannt, dass knapp sieben Jahre nach dem Mord ein Verdächtiger festgenommen worden sei.

6. April 2017: Wie die Ellwanger Staatsanwaltschaft mitteilt, gibt es keine Übereinstimmung zwischen der DNA des Verdächtigen und den Spuren aus dem Auto von Maria Bögerl. Der Mann wird auf freien Fuß gesetzt.

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