CDU-Frühlingsfest: Eine Stimme mehr für Aalen im Kreistag

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 Zahlreihe Gäste waren zum Frühlingsfest der CDU Fachsenfeld gekommen. Darunter auch Vertreter der Bundespolitik (links im Bild
Zahlreihe Gäste waren zum Frühlingsfest der CDU Fachsenfeld gekommen. Darunter auch Vertreter der Bundespolitik (links im Bild Roderich Kiesewetter) und der Lokalpolitik wie Aalens Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle (Bildmitte). (Foto: Markus Lehmann)
Freier Mitarbeiter

Auf seinem zehnten Frühlingsfest hat der CDU-Ortsverband Fachsenfeld eine ganze Palette an aktuellen und sogar tagesaktuellen Themen präsentiert. In die mit Oliven- und Zitronenbäumen ausstaffierte Halle der Flaschnerei Pfleiderer im Fachsenfelder Gewerbegebiet waren zahlreiche Bürger und Vertreter der Kommunalpolitik gekommen. Unter den Rednern war auch Aalens Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle, der bei den Kommunalwahlen am 26. Mai für den Kreistag kandidiert.

Darauf war auch der CDU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Thomas Wagenblast, eingegangen. Er erinnerte, wie unter der Amtszeit von Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle Eberhardt Schwerdtner Erster Bürgermeister gewesen sei und im Kreistag gesessen habe. Wie man damit umgeht, riet Wagenblast, davon könne sich der jetzige OB „eine Scheibe abschneiden.“ Es gehe schließlich um eine Stimme mehr im Kreistag für die Belange Aalens.

Wagenblast hat auch die Demonstration gegen die zu hohen Mieten aufgegriffen. Der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter hatte nach seiner Sicht auch auf die aktuelle Bundespolitik das Fest verlassen und war zum Fußballspiel nach Heidenheim unterwegs. Die Stadt Heidenheim, so Wagenblast, habe den großen Fehler gemacht, ihre Wohnungsbaugesellschaft zu verkaufen und habe den Erlös für das Stadion und das Kongresszentrum „vervespert.“ Aalen habe diesen Fehler nicht begangen und habe eine städtische Wohnungsbau, die gerade kräftig Wohnungen baue, alleine auf dem Rötenberg aktuell 70 bis 80 Wohneinheiten. Die vom Gemeinderat beschlossene Sozialquote nannte er fair und er warb für mehr Bauflächen, im Innen- wie im Außenbereich. Ansonsten würden Bauherren etwa nach Abtsgmünd oder Neuler abwandern und nach Aalen einpendeln. Ökologisch und verkehrstechnisch sinnvoll sei das sicher nicht.

Ebenso warnte er vor einer Abwanderung von Schülern aus Aalen speziell an private und kirchliche Gymnasien in der Umgebung. Weiter ging er auf die Themen Gewerbeflächen und den Bahnhalt West ein, den er befürworte. Auch Kiesewetter hatte den Punkt Nahverkehr angesprochen am Beispiel von Lorch, das einen Verkehrsverbund mit Stuttgart eingegangen sei. Das Thema ÖPNV sprach auch Thomas Sturm vom CDU-Ortsverband Fachsenfeld an. Die Busverbindungen in die Teilorte an den Wochenenden seien alles andere als ausreichend. Speziell in Fachsenfeld stünden sie an Wochenenden „fast still.“

Steidle hatte Schwerpunkte unter anderem auf die Themen Schulen und Bildung gelegt und auf die Kliniken. Hier sei es so, dass die Patienten „mit den Füßen“ abgestimmt hätten und beispielsweise an auf Hüftgelenk-Operationen spezialisierte Kliniken gingen. Es wäre zu überlegen, ob sich die Kliniken im Ostalbkreis nicht auch auf Schwerpunkte konzentrieren und spezialisieren könnten.

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