Drei Schrezheimer erfolgreich unterwegs.
Drei Schrezheimer erfolgreich unterwegs. (Foto: KCS)
Aalener Nachrichten

Bei der Weltmeisterschaft im tschechischen Rokycany haben die deutschen Keglerinnen Bronze erkämpft. Eine starke Leistung der beiden Schrezheimerinnen Sissi Schneider und Kathrin Lutz.

Mit dem Druck als amtierender Mannschaftsweltmeister reiste die neu zusammengesetzte Mannschaft von Trainer Wolfgang Lutz an. Die beiden Schrezheimerinnen Sissi Schneider und Kathrin Lutz standen auch gleich im Startaufgebot. Zuerst gab es eine Qualifikationsrunde. Vier Mannschaften je Gruppe und die beiden besten ziehen in das Viertelfinale ein. Italien, Österreich, Polen und Deutschland in einer Gruppe. Schon nach zwei Spielen war der Gruppensieg sicher und Trainer Lutz konnte im letzten Spiel gegen Italien eine neue Aufstellung testen. So kamen auch die Ersatzspieler der ersten beiden Tage zum Einsatz und zeigten starke Leistungen.

Viertelfinale gegen Slowenien

Im Viertelfinale ging es dann gegen Slowenien. Ein harter Gegner, den Trainer Lutz und die Spielerinnen nicht unterschätzten.

Am Start war noch alles offen doch dann machten die Deutschen Damen den Sack zu und trugen den Einzug ins Halbfinale ins Ziel. Dann kam schon Kroatien und die hatten noch eine Rechnung offen. Denn vor zwei Jahren im Finale Deutschland gegen Kroatien haben die Deutschen Damen im Finale, im Sudden Victory (Entscheidung über drei Würfe), die Goldmedaille geholt. Das Halbfinalspiel zeigte auch hier ein starkes Niveau. Es war ein Spiel, das bis zum letzten Wurf spannend war.

Sissi Schneider holte im Startpaar den Punkt, Celine Zenker (Poing) musste die Kroatin ziehen lassen. Bis hier war noch alles im grünen Bereich. Alina Dollheimer (Bamberg) und Sandra Sellner (Liedolsheim) zeigten beide ein starkes Spiel. Keine ließ den Kroaten den Vortritt und es ging immer hin und her. Am Ende mussten beide den Punkt nur knapp ziehen lassen, Alina Dollheimer sogar mit 661 Kegeln. Am Schluss waren es Saskia Seitz (Liedolsheim) und die Schrezheimerin Kathrin Lutz, die das Spiel retten sollten. Tolle Duelle und keine gab nur ein bisschen nach. Am Ende fehlten nur sechs Kegel im Gesamten, damit es zum Einzug ins Finale reichte. Eine engere Kiste konnte es kaum geben. An diesem Spiel waren Anna Müller (Pöllwitz) und Yvonne Schneider (Liedolsheim) Ersatzspielerinnen.

Erstmalig ein Spiel um Platz drei

Zum ersten Mal fand ein Spiel um Platz drei statt. So sollten sie gegen die Gastgeberinnen aus Tschechien um die Medaille spielen.

Für Trainer Lutz hieß es nochmals zu motivieren. Das gelang ihm mit Bravour. Von Anfang an war die Medaille greifbar nah. Die Keglerinnen ließen keinen Zweifel aufkommen, so konnte das Schlusspaar sogar noch den Mannschaftspunkt abgeben, doch wirklich nah kamen die Tschechinnen nicht. Wenn man im Vorfeld die Spielerinnen nach dem Ziel gefragt hatte, dann war es ein ganz vorsichtiges „eine Medaille wäre schön“. Das haben sie nun geschafft. Trainer Lutz hat die Keglerinnen aus den unterschiedlichsten Vereinen zusammengebracht und als Team auf die Bahn gestellt. Die Schrezheimer bereiten am Mittwoch einen großen Empfang für die Medaillengewinner. Aber auch für Laura Runggatscher. Sie ist für Italien angetreten und hat in ihrer Mannschaft eine starke Leistung gezeigt.

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