Brenzbahn: Neue Züge, neues Unternehmen

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 Mit modernen Dieseltriebwagen des Typs Lint 54 des Herstellers Alstom nimmt die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) am Son
Mit modernen Dieseltriebwagen des Typs Lint 54 des Herstellers Alstom nimmt die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) am Sonntag den Betrieb auf der Brenzbahn auf. (Foto: SWEG)
Aalener Nachrichten

Am Pfingstsonntag, 9. Juni, übernimmt die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) den regionalen Zugbetrieb von Ulm über Heidenheim nach Aalen. Die Brenzbahn-Strecke ist Teil des sogenannten Netzes 12 („Ulmer Stern“), zu dem weitere von Ulm ausgehende Bahnlinien gehören. Auftraggeber für den Regionalverkehr im „Ulmer Stern“ sind das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert.

Die SWEG wird außer der Strecke Aalen – Ulm ab Pfingstsonntag auch die Bahnstrecke von Ulm nach Munderkingen befahren. „Die Vorbereitung verlief sehr gut und in Abstimmung mit allen Beteiligten, sodass ein erfolgreicher Start gewährleistet ist“, sagt der SWEG-Vorstandsvorsitzende Johannes Müller. 41 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt die SWEG, um den Verkehr im „Ulmer Stern“ abzuwickeln.

„Alle Stellen konnten pünktlich besetzt werden“, so Müller. Als Willkommensgruß für die Fahrgäste haben die Mitarbeiter der SWEG an den ersten Betriebstagen eine kleine Überraschung parat.

Von Sonntag an setzt die SWEG insgesamt zehn moderne Dieseltriebwagen des Typs Lint 54 des Herstellers Alstom ein.

Moderne Fahrzeuge: Lint 54

Die Fahrzeuge kommen erstmals in Baden-Württemberg zum Einsatz. Die Lint 54-Dieseltriebwagen sind einheitlich im gelb-schwarzen Landesdesign gestaltet und erreichen bei hoher Beschleunigung eine maximale Betriebsgeschwindigkeit von 140 Kilometern pro Stunde. Die zweiteiligen Züge haben eine Sitzplatzkapazität für insgesamt 150 Fahrgäste und zeichnen sich durch eine komfortable, großzügige Sitzanordnung aus.

Die Züge sind alle mit WLAN, einem Fahrgastinformationssystem mit Monitoren für statische und dynamische Informationen sowie Videoüberwachung zur Gewährleistung einer hohen Fahrgastsicherheit ausgestattet. Die Fahrgäste können sich außerdem über Klimaanlagen, Steckdosen, größere Räume für Gepäck und großzügige Mehrzweckbereiche zur Mitnahme von Fahrrädern, Kinderwagen und Rollstuhlfahrern freuen. Da der Lint 54 eine Einstiegshöhe von 55 Zentimetern hat, wird an den meisten Stationen der Brenz- und Donaubahn erstmals ein barrierefreier Einstieg möglich.

Fahrplan sieht mehr Züge vor

Grundsätzlich wird im Netz 12 das bisherige Angebot weitergefahren. Darüber hinaus werden die Fahrleistungen vom 9. Juni an im Auftrag des baden-württembergischen Verkehrsministeriums und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft um rund 16 Prozent auf rund 1,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr ausgeweitet. Zusätzliche Züge gibt es an Wochenenden, morgens und insbesondere in den Abendstunden. So wird es ab Ulm stündlich Züge bis 22.14 Uhr nach Aalen geben und ab Aalen stündlich Züge bis 22.34 Uhr nach Ulm.

Darüber hinaus wird es eine neue tägliche Spätverbindung um 23.19 Uhr von Ulm nach Heidenheim und um 23.34 Uhr von Aalen nach Heidenheim geben. „Mit den neuen, modernen Fahrzeugen und einem besseren Fahrplan machen wir den Schienenverkehr attraktiver“, sagt der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann.

Das Vergabenetz 12 wird auch als „Ulmer Stern“ bezeichnet. Es umfasst den Regionalexpress (RE) Ulm – Aalen, die Regionalbahn (RB) Ulm – Langenau und die RB Ulm – Munderkingen. Nicht enthalten sind der Interregio-Express (IRE) Ulm – Aalen und der IRE/RE Ulm – Sigmaringen – Donaueschingen, die das Land Baden-Württemberg im Vergabenetz 5 an die Deutsche Bahn vergeben hat.

Die SWEG

Die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in Lahr/Schwarzwald, das in Baden-Württemberg und teilweise angrenzenden Gebieten Busverkehr im Stadt- und Überlandverkehr sowie Schienengüter- und Schienenpersonennahverkehr betreibt. Im Jahr 2018 ist die Verschmelzung der Hohenzollerischen Landesbahn (HzL) mit Sitz in Hechingen zur Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG vollzogen worden. Bei der SWEG arbeiten mehr als 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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