Blick zurück auf 2021: Die gesellschaftliche Spaltung darf nicht noch größer werden

 Timo Lämmerhirt
Timo Lämmerhirt (Foto: ac)
Leiter der Redaktionen Aalen und Ellwangen

Jetzt stehen wir wieder da am 31. Dezember und blicken wie jedes Jahr zurück. Das zweite Mal blicken wir zurück auf ein Jahr, das abermals vom Coronavirus bestimmt war. Schon jetzt wünsche ich mir, dass ich in genau 365 Tagen auf das Jahr zurückblicken kann und dieses Virus dabei höchstens eine Nebenrolle spielen wird. Hoffnung bleibt. Begleiten wird es uns 2022 definitiv, bleibt nur die Frage: wie lange? Nach nunmehr zwei Jahren muss man leider feststellen, dass sich unsere Gesellschaft mehr und mehr spaltet. Vorwürfe allenthalben. Längst auch auf der Ostalb.

Redakteure mit Meinung sind nicht gleich Nazis

Unser Verlag sagt mittlerweile ganz klar: Lasst Euch impfen! Deswegen sind wir übrigens keine Nazis und gehören auch nicht der „Systempresse“ an, der Lügenpresse schon gar nicht. Durch diese klare Linie, die wir bei den Aalener Nachrichten und der Ipf- und Jagst-Zeitung verfolgen, werden auch wir Redakteure längst angefeindet. „Wie im Dritten Reich“ war da schon zu hören. Bei der Berichterstattung über die sogenannten „Spaziergänge“, die sich gegen die Impfpflicht stellen, wurden wir gefragt, warum wir darüber berichten. Ganz einfach: weil es unsere Pflicht ist, als Medium zu berichten. Oberstes Credo dabei, unser Credo: seriöse Berichterstattung.

Seriöse Berichterstattung

Bewiesen haben wir dies nicht nur bei der dominanten Berichterstattung über das Coronavirus und den damit einhergehenden Maßnahmen. Zu sehen war dies auch bei der Berichterstattung über den schrecklichen Tod des Kindes in Bopfingen im Herbst dieses Jahres. Unsere Redakteurinnen Alexandra Rimkus und Eva Stoss, stellvertretend für unsere Redaktionen, sind hier mit ganz viel Feingefühl an die Sache herangegangen. Das war stark. Wir haben das intern lang und breit diskutiert, haben uns ausgetauscht. Jeden einzelnen in der Redaktion hat diese Geschichte mitgenommen. Denn, was viele vergessen: auch die Redakteurinnen und Redakteure sind Menschen. Menschen, die sich wie jeder andere durch diese herausfordernde Zeit bewegen. Natürlich schauen wir auch, mit welchen Geschichten wir die Leser und User zu uns locken, spielen mal mit der einen oder anderen Überschrift – mit solchen Geschichten sicherlich nicht. Informieren darüber müssen wir aber.

Wahlen, Wahlen und noch einmal Wahlen – und Instagram

Das Jahr 2021 war zugleich das Superwahljahr, samt OB-Wahl in Aalen haben wir gleich drei Urnengänge an der Zahl erlebt, nicht zu vergessen die verschiedenen Bürgermeisterwahlen in den Gemeinden der Ostalb. Auch wir sehnen uns nach positiven Nachrichten – und diese spielen wir auf unserem Instagram-Kanal, den wir im Oktober ins Leben gerufen haben. Hier berichten wir fast ausschließlich von schönen Dingen in unserer Region, erfreuen uns an Leserfotos und tauschen uns mit den Usern aus. Eine schöne Abwechslung, auch für die Redakteure.

Alle wollen doch zurück zur Normalität

Bei all den schlimmen Ereignissen rund um das Jahr 2021 können wir uns doch einfach nur mehr positive Nachrichten für das kommende Jahr wünschen. Dazu wünsche ich mir persönlich weniger Spaltung und mehr Kommunikation, selbst wenn die Meinungen auseinanderklaffen. Um den Kreis zu schließen: Ganz gleich, wie man die Maßnahmen rund um das Coronavirus sieht, welchem Lager man nun angehört: keiner hat sich diese Pandemie ausgesucht, keiner trägt eine Schuld daran. Wir alle dürfen die gesellschaftliche Spaltung nicht noch größer werden lassen. Denn alle wollen doch wohl nur eines: zurück in die Normalität.

„Bleiben Sie gesund“

Im Namen der Redaktionen der Aalener Nachrichten und der Ipf- und Jagst-Zeitung wünsche ich Ihnen allen, liebe Leser und User, dass wir ein Jahr 2022 erleben werden, in dem die positiven Nachrichten überwiegen werden. Guten Rutsch und guten Start, bleiben Sie gesund.

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
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