Bis 2025 plant die Wohnungsbau 400 Wohneinheiten

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34 Millionen Euro will die städtische Wohnungbau in den kommenden Jahren investieren.
34 Millionen Euro will die städtische Wohnungbau in den kommenden Jahren investieren. (Foto: Thomas Siedler)
Edwin Hügler

„Wir sind jetzt im sechsten Jahr unserer Wohnungsbauoffensive und werden unseren strammen Kurs fortsetzen.“ Dies hat Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler gesagt, als er am Montag zusammen mit Geschäftsführer Robert Ihl der Presse den Jahresabschluss 2018 der städtischen Wohnungsbau präsentiert hat.

Der Oberbürgermeister ging zunächst auf die Entwicklung auf dem deutschen Wohnungsmarkt ein. Die Leute unters Dach zu bringen und Wohnungen zu schaffen sei eine gesellschaftliche Aufgabe. Als limitierende Faktoren nannte er den Kapazitätsabbau in der Bauwirtschaft und in Baden-Württemberg den restriktiven Umgang mit Bauflächen. Außerdem gelte es, zunehmend barrierefreie Wohnungen für ältere Bürger zu schaffen und den Kohlendioxidausstoß zu verringern. Dabei spiele der Einsatz von Holz als Baustoff eine große Rolle.

„Was Mietpreise angeht, ist Aalen eine Insel der Glückseligkeit“

Steigende Mieten vor allem in den Großstädten machten es für viele Leute zunehmend schwieriger bezahlbaren Wohnraum zu finden. „In Aalen sind wir, was die Mietpreise angeht, fast auf der Insel der Glückseligkeit“, betonte Rentschler.

Nach Auskunft von Robert Ihl hat die städtische Wohnungsbau einen Mietwohnungsbestand von fast 1500 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 95 000 Quadratmetern. Der Mietpreis bewege sich zwischen 2,56 Euro und zehn Euro pro Quadratmeter und liege im Durchschnitt bei 5,75 Euro. Dies sei zehn bis 15 Prozent weniger als die vergleichbare ortsübliche Miete und wirke sich preisdämpfend auf den Mietspiegel aus. Man sei sich seiner sozialen Verantwortung bewusst, unterstrich Ihl. So saniere die Wohnungsbau in großem Umfang Wohnungen ohne die Mietpreise zu erhöhen. Dadurch verzichte man jährlich auf 150 000 bis 200 000 Euro an Mieteinnahmen. 95 Prozent des Bestandes seien saniert.

Bei den Neubauaktivitäten sei man bestrebt, 50 Prozent Eigentumswohnungen zu schaffen, 25 Prozent seien Mietwohnungen und 25 Prozent geförderte Mietwohnungen. Bis 2025 sei der Bau von 400 Wohneinheiten mit einem Investitionsvolumen von 120 Millionen Euro geplant. Der Wohnungsbestand erhöhe sich dadurch um 40 Prozent. 2018 habe man 53 Wohneinheiten für 19 Millionen Euro realisiert, darunter die Neue Mitte in Dewangen und ein Projekt in der Memellandstraße. Derzeit im Bau befindlich seien 101 Wohneinheiten unter anderem auf dem Rötenberg, im Stadtoval und in der Gartenstraße.

Projekte für 34 Millionen Euro sind in Planung

Im Ausblick auf 2020 nannte Ihl Projekte für insgesamt 34 Millionen Euro auf dem Pelzwasen, in den Schlatäckern und in der Alten Heidenheimer Straße. Nicht enthalten in diesen Zahlen ist das Quartier Galgenberg Ost. Hier befindet man sich nach Mitteilung von Oberbürgermeister Rentschler noch in der Konzeptphase. Wie zu erfahren war, sollen auf einer Fläche von sieben Hektar insgesamt 330 Wohnungen entstehen, darunter 50 Prozent geförderte Wohnungen. Das Gebiet soll hinsichtlich des Mobilitätskonzepts, der Bauweise und der Klimabilanz absoluten Modellcharakter haben. „Wir wünschen uns die Wohnungsbau Aalen und das Siedlunsgwerk als Partner“, verriet Thilo Rentschler. Doch entscheiden müsse darüber der Gemeinderat.

In wirtschaftlicher Hinsicht geht es der städtischen Wohnungsbau nach eigenen Angaben sehr gut. Bei Umsatzerlösen von 13,1 Millionen Euro wurde 2018 ein Jahresüberschuss von 2,387 Millionen Euro erzielt. Die Bilanzsumme betrug 92 Millionen Euro und die Eigenkapitalquote lag bei 29 Prozent.

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