Bildungscampus Braunenbergschule

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Aus der Braunenbergschule soll ein Bildungscampus werden.
Aus der Braunenbergschule soll ein Bildungscampus werden. (Foto: Msrkus Lehmann)

Auf einhellige Zustimmung ist im Technischen Ausschuss des Gemeinderats das Konzept für ein künftiges Bildungshaus Braunenbergschule in Wasseralfingen gestoßen. Es sieht nicht nur den Bau einer neuen Kita dort vor, sondern mittelfristig auch die Ansiedlung der bislang im Ortskern untergebrachten Förderschule, der Weitbrechtschule. Insgesamt 8,7 Millionen Euro will die Stadt dafür in die Hand nehmen, 1,5 Millionen davon in einem ersten Bauabschnitt für die neue Kita.

Insgesamt deutlich günstiger als wenn man beide Schulgebäude jeweils für sich der dringend notwendigen Sanierung unterziehen würde, wie Oberbürgermeister Thilo Rentschler vorrechnete. Den aber auch die pädagogischen Überlegungen, die dahinter stecken, überzeugen: Beide Schulleitungen, so Rentschler, überlegten schon lange, wie man die beiden Schulen auf dem für eine reine Grundschule inzwischen völlig überdimensionierten Gelände der Braunenbergschule zusammenbringen könnte mit gegenseitigem Nutzen. Hinzu komme der dringende Bedarf an weiteren Kitaplätzen in Wasseralfingen.

Das Gesamtkonzept, dem eine Machbarkeitsstudie zugrunde liegt, sieht in einem ersten Bauabschnitt die Errichtung einer neuen Kita mit bis zu 40 Plätzen im Anschluss an den Schultrakt entlang der Steinstraße vor. Zum Freibad hin soll der Neubau den oberen Schulhof abriegeln. Dafür soll der östliche der beiden Schulpavillons unterhalb abgerissen werden. In den westlichen soll einmal die Weitbrechtschule einziehen, die Grundschule soll dann ausschließlich die Gebäude im oberen Bereich des weitläufigen Schulgeländes nutzen. Gemeinschaftsräume, Räume für die Ganztagesbetreuung, Fachräume, Sporträume und eine Mensa könnten einmal beide Schulen und die Kita miteinander nutzen.

„Aufwertung des Schulstandorts“

Eine große Aufwertung des Schulstandorts Wasseralfingen nannte Andrea Hatam (SPD) das Konzept. Ihre einzige Sorge: Ob denn nach dem Abriss eines Schulpavillons noch genügend Flächen für den Schulsport in Wasseralfingen zur Verfügung stünden. Schließlich verfügten beide Pavillons je über eine Gymastikhalle. Josef A. Fuchs (CDU) nannte es ein tolles Konzept, bei dem aber zu prüfen sei, ob längerfristig die Steinstraße als Hauptzufahrt tauge oder ob die bessere Erschließung doch vom Spiesel her wäre. Karin Boldyreff-Duncker (Grüne) wollte schließlich wissen, wie langfristig das Konzept für die Weitbrechtschule aussehe.

Eine kleine, aber feine Förderschule sei sie mit derzeit rund 75 Schülern, so OB Rentschler, weshalb die angedachte Kombilösung auch ein Konzept für die Standortsicherung der Schule sei. Im Übrigen habe auch schon die Sprachheilschule signalisiert, sich in das Konzept eines Bildungshauses einbringen zu wollen. Beim Thema Sportflächen verwies Rentschler unter anderem auf den TSV, der nicht abgeneigt sei, weitere Hallenkapazitäten tagsüber für Schulen zur Verfügung zu stellen. Der geplante Ausbau, so sagte Bürgermeister Karl-Heinz-Ehrmann, werde zwingend auch ein ordentliches Verkehrskonzept verlangen, auch mit Blick auf das Spiesel-Freibad.

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