Baumängel in der Rathaus-Tiefgarage

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Eineinhalb Jahre nach der Sanierung der Rathaus-Tiefgarage treten die ersten Baumängel zutage. Davon betroffen ist die Auffahrt
Eineinhalb Jahre nach der Sanierung der Rathaus-Tiefgarage treten die ersten Baumängel zutage. Davon betroffen ist die Auffahrt. (Foto: Thomas Siedler)
Schwäbische Zeitung
Redakteurin/DigitAalen

Erst seit eineinhalb Jahren ist die Rathaus-Tiefgarage nach ihrer Sanierung wieder geöffnet. Und bereits jetzt gibt es schon die ersten Baumängel. Bei einem Vor-Ort-Termin am Donnerstag haben sich die Verantwortlichen ein Bild von der Lage gemacht.

Die Baumängel betreffen die Auffahrtsrampe der Rathaus-Tiefgarage. Von den dort eingebauten Heizelementen löst sich die Deckschicht, sagt Wolfgang Weiß, kommissarischer Geschäftsführer der Stadtwerke, auf Nachfrage der „Aalener Nachrichten“. Bemerkt worden sei dies bereits im Herbst vergangenen Jahres und seither sei Norbert Saup, Prokurist bei den Stadtwerken und zuständig für die Planung und den Betrieb der Parkhäuser der Stadtwerke, gemeinsam mit der zuständigen Firma mit Hochdruck dabei, den Schaden zu analysieren und zu beheben.

Am Donnerstag haben sich die Beteiligten die Mängel an der Auffahrtsrampe angeschaut mit dem Ergebnis, dass dringende Reparaturarbeiten erforderlich seien. Diese starten, sofern das Wetter mitspielt, voraussichtlich Anfang Juni. Während der Arbeiten müsse die Rathaus-Tiefgarage allerdings nicht voll gesperrt werden, sondern bleibe weiterhin befahrbar, freut sich Weiß und spricht Norbert Saup und dessen Team einen großen Dank aus. Die Auffahrtsrampe werden nur halbseitig gesperrt und der Parkverkehr durch eine Ampel oder einen Mitarbeiter der Baufirma geregelt.

Um den Schaden zu beheben, werde ein anderes Fugensystem eingebaut. „Zunächst werden die zwei oberen Fugen ausgetauscht, anschließend folgen die zwei unteren“, teilen die Stadtwerke mit. In dieser Zeit sei eine Zufahrt mit der Stadtwerke-Kundenkarte nicht möglich, dafür allerdings weiterhin mit dem Parkcoin. Anstelle des alten Fugenprofils komme ein durch Carbon verstärktes Polymer-Verbundprofil zum Einsatz, welches extrem haltbar und stabil sei. Diese Technik werde mittlerweile sowohl im Industrie- als auch im Parkhausbau verwendet und auch in einem Parkhaus des Frankfurter Flughafens genutzt.

Keine zusätzlichen Kosten

Nach heutigem Kenntnisstand sei bei der Montage der defekten Fugenprofile eine nicht ausreichend tragfähige Ausgleichsschicht unter den Profilen verbaut worden. „Mit der Zeit gab diese nach, wodurch sich das Fugenprofil bewegen konnte. Die Folgen hiervon waren Risse in der Fahrbahnbeschichtung und die sichtbaren Abplatzungen dieser Beschichtung“, teilen die Stadtwerke in einer Pressemitteilung mit. „Durch die Reparaturarbeiten entstehen für uns keine zusätzlichen Kosten, da es sich hierbei um einen Gewährleistungsmangel handelt“, sagt Wolfgang Weiß.

Dass dasselbe Problem bei der neu sanierten Tiefgarage am Spritzenhausplatz auftreten könnte, verneint er. Da diese überdacht sei, sei es nicht notwendig gewesen, an der Rampe eine „Heizdecke“ zu installieren, um im Winter Eis- und Schneeglätte zu vermeiden.

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