Bauernverbände fusionieren: Stärke zeigen im Namen von 3180 Landwirten

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 Das Bild zeigt die Mitglieder des neugewählten geschäftsführenden Vorstandes des neuen Bauernverbandes Ostalb-Heidenheim. Ganz
Das Bild zeigt die Mitglieder des neugewählten geschäftsführenden Vorstandes des neuen Bauernverbandes Ostalb-Heidenheim. Ganz rechts im Bild der Vorstandsvorsitzende Hubert Kucher. (Foto: Edwin Hügler)
Edwin Hügler

Seit 1. April haben sich die Bauernverbände Ostalb und Heidenheim zum neuen Bauernverband Ostalb-Heidenheim zusammengeschlossen. Bei der konstituierenden Delegiertentagung in der Ebnater Jurahalle ist jetzt in geheimer Abstimmung Hubert Kucher aus Schrezheim mit großer Mehrheit zum Vorstandsvorsitzenden gewählt worden. „Wir müssen an einem Strang ziehen und vor allem die Öffentlichkeitsarbeit verstärken. Die Leute müssen verstehen, wie Landwirtschaft funktioniert“, sagte Kucher.

Kucher war bisher schon Vorsitzender des Bauernverbandes Ostalb und führt jetzt einen Verband mit insgesamt 3180 Mitgliedern. Zu seinem Stellvertreter wählten die Delegierten Anton Schneider aus Hüttlingen-Seitsberg. Den geschäftsführenden Vorstand komplettieren Jochen Barth (Degenfeld), Markus Bayer (Frickingen), Wolfgang Fuchs (Schrezheim) und Harald Rabausch (Bissingen).

Der Gesamtvorstand

Folgende 24 Mitglieder wurden in den Gesamtvorstand gewählt: Katja Abele (Tannhausen), Holger Banzhaf (Heldenfingen), Michael Eßlinger (Hürben), Rudolf Grözinger (Essingen), Markus Groll (Niederstotzingen), Peter Grundler (Dossingen), Peter Haible (Heuchstetten), Andreas Hieber (Lorch-Waldhausen), Hans Hieber (Großkuchen), Tommy Hilbert (Böbingen), Hubertus Holz (Bartholomä), Volker Keim (Gschwend-Honkling), Gerhard Kleinhans (Walxheim), Eugen Neher (Unterriffingen), Martin Schneider (Zipplingen), Simon Schweighardt (Sontheim), Tobias Schweizer (Böbingen), Günter Thierer (Herbrechtingen), Andreas Thurne (Lauchheim), Harald Winter (Neuler-Ramsenstrut), Alexander Wörner (Göggingen-Mulfingen), Georg Wörner (Demmingen), Patrick Wöller (Heuchlingen-Holzleuten) und Josef Wohlfrom (Pfahlheim).

Gemeinsam stärker

Der Vorsitzende des bisherigen Kreisbauernverbandes Heidenheim, Christian Ziegler, betonte, dass die Fusion ein richtiger und wichtiger Schritt sei. Gemeinsam sei man stärker. Er verwahrte sich dagegen, die Landwirtschaft zum Schuldigen für das Bienensterben zu machen, und verwies auf die zahlreichen Blühstreifen, die von Bauern angelegt würden. Die neue Düngeverordnung nannte Ziegler eine „praxisferne Gängelei der Landwirte“.

Die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Margit Stumpp, hob in ihrem Grußwort hervor, dass es weiterhin eine große Vielfalt in der Landwirtschaft geben solle. Politik und Landwirtschaft müssten Hand in Hand zusammenarbeiten. Es gehe darum, die Qualität der regional erzeugten Produkte bei den Verbrauchern verstärkt in den Fokus zu rücken.

Kreisverwaltungsdirektor Georg Feth vom Landratsamt Heidenheim meinte, man müsse eine Bewusstseinsveränderung im Hinblick auf die gesunde Ernährung in allen Bevölkerungsschichten herbeiführen. Die Landwirtschaft sei sehr wichtig.

Landrat Klaus Pavel bezeichnete den Zusammenschluss der Bauernverbände Ostalb und Heidenheim als eine „weise Entscheidung“. Der Ost-albkreis sei mit 60 000 Hektar Agrarfläche ein starker ländlicher Raum. Ein weiteres Grußwort sprach der Ebnater Ortsvorsteher Manfred Traub.

Christian Ziegler (Heldenfingen) wurde von den Delegierten einstimmig zum Ehrenvorsitzenden des neuen Bauernverbandes gewählt. Ehrenmitglieder sind Ernst Kröner (Söhnstetten) und Karl Dambacher (Waldhausen). Die Delegiertentagung wurde von einem Ensemble der Familie Kucher und Freunden musikalisch umrahmt.

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