B29-Ausbau: Stadt zahlt – ohne Weststadt-Anbindung

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 Für den neuen Anschluss an die B29 auf Höhe der Firma Lobo muss die Stadt mitbezahlen.
Für den neuen Anschluss an die B29 auf Höhe der Firma Lobo muss die Stadt mitbezahlen. (Foto: Archiv)
Freier Mitarbeiter

Aalener Gemeinderat billigt Vereinbarung mit dem Bund über eine Kostenbeteiligung beim B29-Ausbau. Die Freien Wähler wollten die Abstimmung noch verhindern.

Bohnensträßle, Lobo-Brücke, B29-Ausbau und Aalener Brezel: Im Gemeinderat ist es erneut um die „Verkehrs-Äste“ zwischen Essingen und Aalen-West gegangen, um den Anschluss der verlängerten Robert-Bosch-Straße und die Anbindung an die künftig vierspurige Bundesstraße. Der Bund will hier eine Anbindungsvereinbarung mit der Stadt. Kosten: Rund 965 000 Euro von 2020 bis 2023. Um das Geld geht es dem Gemeinderat dabei eher zweitrangig.

Vor allem und speziell die Fraktion der Freien Wähler sieht die Vereinbarung mit Sorge: Man dürfe sich hier nicht eine Option, eine bessere Lösung verbauen. Zum einen, so Johannes Thalheimer, bleibe Aalen nach dem vierspurigen Ausbau der B29 ein Flaschenhals. Denn die „Brezel“ lasse sich ja nicht erweitern.

Zum anderen sei durch eine Vereinbarung mit dem Bund beziehungsweise mit der Bundesstraßenverwaltung eine mögliche Anbindung von der Lobo-Brücke an die Weststadt und ins Welland gestorben. Fraktionskollege Thomas Rühl legte nach. Bei dieser Sache dürfe man die Entwicklungsmöglichkeiten nicht leichtfertig aus der Hand geben. Den Inhalt der Vereinbarung nannte er eine „uralte Jacke, an die man neue Knöpfe dranmachen will“.

So könne man jedenfalls nicht zustimmen. Das solle der neue Gemeinderat erneut prüfen. Und, so fragte der Oberbürgermeister, damit „wieder alles von vorne aufrollen?“

Acht Räte stimmen dagegen

Die Einwände der Freien Wähler kann auch Thomas Wagenblast (CDU) nicht nachvollziehen: „Wir machen keine Auffahrt an eine vierspurige Bundesstraße.“ Dort gebe es bereits immer wieder schwere Unfälle. Nun müsse man schnell die Stelle ausbauen. Die Freien Wähler blieben dabei und bei dem Antrag, den Punkt zu schieben. Durchsetzen konnten sie sich damit nicht. Gegen die Vereinbarung zur Kostenbeteiligung der Stadt stimmten dann acht Stadträte.

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