Bartholomä traf nicht einmal gegen Spraitbach.
Bartholomä traf nicht einmal gegen Spraitbach. (Foto: EDK)
Sportredakteur/DigitAalen
Alexander Vogt

Vor einem Jahr haben die Fußballer mit ihrem damaligen Trainer Dennis Hillenbrand den Aufstieg in die Kreisliga A I gefeiert. Doch nun droht die Rückkehr in die B-Liga. Gegen Spraitbach muss die Reserve des TSV um Trainer Jens Christ an diesem Samstag (16 Uhr) in Böbingen gewinnen um den Abstieg abzuwenden.

„Wir wollen den Gang in die B-Liga mit aller Macht verhindern“, sagt Abteilungsleiter Joachim Kiep vom TSV Essingen. Daher steht auch fest, dass drei bis vier Spieler aus der Verbandsliga in der Relegation aushelfen werden. Zuletzt hatte die Reserve des TSV nicht das Glück auf ihrer Seite und auch Kiep verweist auf die schlechte Trefferquote zuletzt. „Wir waren eigentlich nie die schlechtere Mannschaft. Wir haben einfach die Tore nicht gemacht“, so Kiep weiter. Und so droht den Essingern nun also wieder der Abstieg, der wohl auch einen Umbruch nach sich ziehen könnte.

„Kann gut sein, dass uns dann der eine oder andere Spieler verlassen wird“, sagt Kiep. Das Ergebnis in der ersten Runde der Relegation zur A-Liga des kommenden Gegners hat in Essingen aber durchaus Eindruck hinterlassen. „Sechs Tore sind schon eine Ansage. Die Spraitbacher werden sicher mit ordentlich Selbstvertrauen in das Spiel gehen“, ist sich Kiep sicher. Der FC Spraitbach hat am Mittwochabend in Mutlangen kurzen Prozess gemacht mit dem TSV Bartholomä, der nur phasenweise in der ersten Halbzeit mithalten und selbst Akzente nach vorne setzen konnte, zu diesem Zeitpunkt aber schon mit 0:2 hinten lag. Ansonsten trat die Mannschaft von Spielertrainer Björn Herzog sehr dominant auf und sorgte gegen den ersatzgeschwächten Gegner für ein einseitiges Duell der Vizemeister der beiden „Gmünder“ B-Ligen. Der 6:0-Endstand spiegelte die Kräfteverhältnis am Ende wider, weshalb Herzog mit dem Auftreten seiner Mannschaft auch sehr zufrieden sein konnte.

Sorge über zu viel Euphorie

Er sorgt sich eher darum, dass seine Spieler aufgrund dieses klaren Sieges zu euphorisch dem finalen zweiten Relegationsspiel am Samstag entgegenfiebern und das Schützenfest gegen Bartholomä sich dann eher als Nachteil erweist. „Ich muss die Jungs erst einmal wieder etwas auf den Boden zurückholen. Da kommt ein ganz anderer Gegner auf uns zu am Samstag. Die werden sicherlich auch von der ersten Mannschaft Verstärkungen kriegen“, vermutet Herzog, dass der TSV Essingen II auf so manchen Spieler aus dem Verbandsligakader zurückgreifen wird. „Insofern wird das ein ganz anderes Spiel werden. Wir sind aber trotzdem optimistisch“, so Herzog weiter, der gegen Bartholomä auf einen eigenen Einsatz verzichtet hat, womöglich aber am Samstag in Böbingen selbst auflaufen wird. Die Rollen sind laut Herzog im zweiten Relegationsspiel jedenfalls klar verteilt. „Die Essinger sind für mich der klare Favorit, wenn sie tatsächlich Spieler aus der eigenen Mannschaft einsetzen werden. Damit werden wir aber auch zurecht kommen. Manchmal ist es ja auch so, dass der Außenseiter gewinnt.“ Personell kann er auf denselben Kader setzen wie am Mittwoch, hat sich doch gegen den TSV Bartholomä kein Spieler verletzt.

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