Autofahrer flüchtet und springt in den Kocher

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Autofahrer flüchtet und springt in den Kocher .
Autofahrer flüchtet und springt in den Kocher . (Foto: Archiv- Fredrik von Erichsen / dpa)
Aalener Nachrichten

Ein Fluchtversuch vor der Polizei hat am Donnerstagnachmittag für einen 61 Jahre alten Autofahrer mit Schürfwunden, einem zerstörten Smartphone und nassen Kleidern geendet. Der Mann war gegen 16 Uhr auf der B 19 auf Höhe der Straubenmühle unterwegs. Als ihn Beamte der Verkehrspolizei aufgrund überhöhter Geschwindigkeit anhalten wollten, bog er ab, hielt mit seinem Auto an und flüchtete zu Fuß.

Beamte wählten den Weg über die Brücke

Anschließend sprang er mit einem „Bauchplatscher“ in den Kocher und durchquerte diesen. Da dieser jedoch aufgrund der Trockenheit nur eine geringe Wassertiefe aufwies, hat sich der 61-Jährige leicht verletzt. Sein Smartphone überlebte die Abkühlung hingegen nicht. Die ihn verfolgenden Beamten hatten den komfortableren Weg über eine Brücke gewählt und stellten den Mann nach wenigen hundert Metern.

Schlechtes Gewissen wegen Alkoholkonsums

Als Grund seiner Flucht gab er sein schlechtes Gewissen wegen seines Alkoholkonsums an. Dabei hatte er noch einmal Glück gehabt, da die Alkoholkonzentration sich noch im zulässigen Bereich befunden hat. Auf den Mann kommt nun für seine Geschwindigkeitsüberschreitung mit dem Auto um 36 Stundenkilometer ein Bußgeldverfahren in Höhe von 120 Euro und ein Punkt zu. Er wurde statt erlaubten 60 Stundenkilometern abzüglich Toleranz mit 96 Stundenkilometern gemessen.

Bei der Verkehrskontrolle, bei der die Beamten der Verkehrspolizei Aalen vom Polizeipräsidium Einsatz unterstützt wurden, wurden insgesamt zehn Verstöße festgestellt. Im Einzelnen waren dies ein Mal Fahren ohne Fahrerlaubnis, zwei Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, zwei Mal war die Betriebserlaubnis erloschen, ein Mal wurde gegen führerscheinrechtliche Auflagen verstoßen, drei Mal registrierten die Beamten Geschwindigkeitsverstöße von Autofahrern, die zwischen 22 und 36 Stundenkilometern zu schnell unterwegs waren, ein Mal war ein Motorradfahrer mit 26 Stundenkilometern zu schnell und zwei Mal mussten die Beamten die Weiterfahrt untersagen.

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