Autofahrer fährt Ehepaar an, flüchtet und setzt Wagen in Brand - um Tat zu vertuschen

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Deutsche Presse-Agentur

Ein 27 Jahre alter Mann hat in Böbingen an der Rems ein älteres Ehepaar angefahren und dabei schwer verletzt. Anschließend flohen der angetrunkene Autofahrer und sein ebenfalls alkoholisierter 36 Jahre alter Beifahrer, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Kurz nach der Fahrerflucht wurde der Unfallwagen in Brand gesetzt. Obendrein besaß der Mann am Steuer keinen Führerschein.

Die Opfer — ein 84-jähriger Mann und seine 79 Jahre alte Frau — waren am Mittwochabend am Fahrbahnrand unterwegs, als sie von dem Auto erfasst und ins Gebüsch geschleudert wurden. Beide kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Der Autofahrer war den Angaben zufolge vermutlich so schnell unterwegs, dass sein Wagen in einer Kurve von der Straße abkam.

Auto brennt komplett aus

Der Tatverdächtige fuhr dann noch einige Kilometer weiter. In der Nähe von Brackwang wurde der schon etliche Jahre alte Wagen dann in Brand gesetzt — wohl, um die Tat zu vertuschen. Unklar war zunächst noch, ob der Fahrer oder sein 36 Jahre alter Beifahrer das Auto anzündete. Zu Fuß flüchteten beide Männer durch die Felder. Dort wurden sie von der Polizei gestellt.

Feuerwehren aus Böbingen und Heuchlingen konnten nicht mehr verhindern, dass das Auto komplett ausbrannte. Den Schaden schätzte die Polizei dennoch auf lediglich etwa 2500 Euro. Die beiden Schwerverletzten wurden vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.

Der Fahrer und sein Beifahrer wurden laut Polizei nicht festgenommen. Fahrerflucht kann laut Strafgesetzbuch — je nach Schwere der Tat - mit einer Geldbuße oder Gefängnis von bis zu drei Jahren bestraft werden.

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