Ausstellung „Lehrer Rembrandt – Lehrer Sumowski“ in Aalen eröffnet

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Edwin Hügler

Mit der Ausstellung „Lehrer Rembrandt – Lehrer Sumowski“ im Alten Rathaus ist dem Kunstverein Aalen zweifellos ein großer Wurf gelungen: 34 Exponate von Rembrandt und von seinen Schülern erfüllen die Räume und geben einen imposanten Einblick in das Schaffen der Künstler des 17. Jahrhunderts.

Ein herausragendes Kunstwerk ist Rembrandts „Pallas Athene“, das nach vielen Jahren in Privatbesitz erstmals wieder öffentlich gezeigt wird.

Bei der Vernissage mit rund 100 Gästen zeigte sich Oberbürgermeister Thilo Rentschler stolz darauf, dass eine solch hochkarätige Ausstellung in Aalen zu sehen sei. Pallas Athene sei die Göttin der Klugheit, Weisheit sowie der Strategie und des Kampfes gewesen.

„Im Aalener Kunsthimmel ist es der Vorsitzende des Kunstvereins, Artur Elmer, der genau diese Eigenschaften besitzen muss, um ein so eine wunderbare Ausstellung in unsere Stadt zu bringen“, sagte Rentschler. Rembrandt und seine Schüler in Aalen – das sei eine neue und weitere Dimension für die heimliche Kulturhauptstadt in Ostwürttemberg.

Werner Sumowski erforschte Rembrandt mit großer Leidenschaft

Der Oberbürgermeister erinnerte auch an die Verdienste des Kunsthistorikers und Kunstlehrers Werner Sumowski, der mit großer Leidenschaft die Arbeiten von Rembrandt erforscht habe. Ihm sei diese Ausstellung ebenfalls gewidmet.

Artur Elmer bezeichnete Sehnsucht und Neugier als wichtige menschliche Eigenschaften, die es auf positive Wege zu lenken gelte. Sumowski sei mit seinen Forschungen tief in die Galaxie von Rembrandt eingedrungen.

Der niederländische Maler und seine Schüler hatten in einer aufblühenden Zeit gelebt. Amsterdam sei damals ein beliebter Treffpunkt der Künstler gewesen. Das Gemälde „Pallas Athene“ sei 1649 entstanden und zeige Rembrandts damalige Lebensgefährtin im Gewand der Göttin.

Man freue sich dieses markante Gemälde der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Elmer empfahl aber auch die seiner Ansicht nach grandiosen Zeichnungen der Ausstellung.

Der Kurator der Grafischen Sammlung München, Achim Riether, hob das große Charisma von Rembrandt hervor. Er sei einfach ein Genie gewesen. Werner Sukowski habe wie kein Zweiter Rembrandts künstlerischen Schaffen erforscht und eine Dissertation über ihn geschrieben.

Zahlreiche Publikationen und ein sechsbändiges Werk seien Sukowski zu verdanken. Der Kunsthistoriker habe die Faszination von Rembrandts Werken erlebbar und fassbar gemacht.

Menschen in Szene gesetzt

Bei einem Rundgang durch die Ausstellung erläuterte Artur Elmer die Bilder von Rembrandt und von seinen Schülern. Neben der „Pallas Athene“ gibt es weitere 33 Exponate, bei denen häufig Menschen in Szene gesetzt sind.

Ein Beispiel dafür ist unter anderem die „Schnapslöffelnde Alte“ von Bernhard Keil. Sehr interessant sind auch die Schriften und Bildbände von Werner Sumowski.

Die Vernissage wurde von Tobias Knecht (Gitarre) und Markus Braun (Kontrabass) musikalisch umrahmt.

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