Ausstellung: Beseelte Skulpturen

Lesedauer: 3 Min
 Wiebke Bader stellt bis zum 30. November iin der Reichsstädter Straße 14 aus.
Wiebke Bader stellt bis zum 30. November iin der Reichsstädter Straße 14 aus. (Foto: Edwin Hügler)
Edwin Hügler

Die Ausstellung hat bis 30. November samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Zusätzliche Besichtigungen sind nach Vereinbarung möglich. Telefon 0152 / 57688827, E-Mail: wiebke.bader@gmx.de

„Seelenschmeichler“ ist der Titel einer Ausstellung, die bis zum 30. November in der Reichsstädter Straße 14 (gegenüber Spielzeug Wanner) zu sehen ist. Die 34 Skulpturen der Aalener Künstlerin Wiebke Bader zeigen eine emotionale Welt und erzählen überwiegend von Menschen wie Schwalbenguckern, Schlafenden und Lichtfängern.

Die Kunstschau ist ein eindrucksvoller Beweis für das kreative Potenzial von Bader. Sie arbeitet mit verschiedenen Materialien, in erster Linie mit Bronze, Holz und Messing, aber auch mit Ton, Gips, Aluminium, Beton und Papier. Ihre Exponate bestechen durch eine sehr gefühlvolle Darstellung und wirken dadurch geradezu beseelt. Wiebke Bader ist ihren eignen Ausführungen zufolge gelernte Schreinerin und Architektin. Zur Kunst ist sie in Westerhofen gekommen, als es galt, auf einem Spielplatz eine Skulptur zu gestalten. Die „Bärin mit ihrem Kind“ fand breite Zustimmung in der Dorfgemeinschaft. Holz hat es der Künstlerin angetan, dies zeigt sich besonders bei den Figuren „Schwalbengucker“ und Schwalbenguckerin“. Aus Gips und Styropor sind dagegen der Waldgeist Faun und die schlafende Frau. Bader setzt gerne etwas füllige Menschen in Szene, warum, weiß sie auch nicht so recht. Vielleicht ist es ja der Neid der Besitzlosen, kokettiert sie.

Viele ihrer Werke sind noch klein, doch sie werden in den nächsten Jahren wachsen. Bader formt zunächst Modelle und überlegt dann, in welcher Größe sie am besten zur Geltung kommen. Und die Künstlerin hat Ideen: Das Werk „Bogen“ kann sie sich vor dem Audimax an der Hochschule vorstellen, den „Tanz“ möchte Bader gerne in einer Höhe von 1,6 Meter vor ihre eigene Haustüre setzen und die noch kleinen Modelle „Fröhlich“ und „Bewegt“ könnten ihren Vorstellungen zufolge den Kulturbahnhof verschönern.

„Meine Skulpturen möchten der Seele gut tun und für einen Lichtstrahl im Alltag sorgen“, sagte die Künstlerin bei der Vernissage am Samstag. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Saxofonduo Lorinda Bader und Svea Müller.

Die Ausstellung hat bis 30. November samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Zusätzliche Besichtigungen sind nach Vereinbarung möglich. Telefon 0152 / 57688827, E-Mail: wiebke.bader@gmx.de

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen