Ausschuss wehrt sich gegen neuen Rasen in Ostalb-Arena

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 Die Stadt will den Rasen in der Ostalb-Arena erneuern.
Die Stadt will den Rasen in der Ostalb-Arena erneuern. (Foto: Archiv: Thomas Siedler)

Eine geplante, im Prinzip turnusmäßige Erneuerung des Rasens in der Ostalb-Arena, dem städtischen Waldstadion, hat am Mittwoch im Technischen Ausschuss des Gemeinderats zu erheblichen Diskussionen geführt. Obwohl mit Kosten von rund 170 000 Euro in seiner Zuständigkeit, lehnte es der Ausschuss ab, die Erneuerung zu beschließen und verwies die Sache an den Gemeinderat.

2015 ist der Rasen im Stadion letztmals erneuert worden. Jetzt, so erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann, sei er endgültig uneben und mit „Fremdgräsern“ durchsetzt, zudem sei die Drainage schlecht. Was sich auch auf den Fußballbetrieb negativ auswirke.

Außerdem, so Ehrmann weiter, werde das zweitägige Open-Air-Festival am 7. und 8. Juni den Rasen weiter schädigen. Nur durch Regeneration könne er bis zum Spielbeginn der neuen Saison am 19. Juli nicht wieder hergestellt werden. Deshalb sei geplant, ab dem 12. Juni den Rasen komplett abzutragen, die Drainage zu verbessern und einen neuen Rollrasen zu verlegen.

Vorwurf: Scheibchenweises Vorgehen

Uschi Barth (CDU) fuhr der Verwaltung als Erste in die Parade. Am Montag eine neue Videoüberwachungsanlage, am Mittwoch ein neuer Rasen – was denn bei diesem scheibchenweisen Vorgehen alles noch komme, wollte sie wissen. Ähnlich äußerten sich auch Michael Fleischer (Grüne) und Thomas Rühl (Freie Wähler). Die Summe von 350 000 Euro einschließlich der Videoanlage sei angesichts „der lage“ der Bevölkerung immer schwerer zu vermitteln, sagte Rühl.

Und wenn jedesmal danach der Rasen kaputt sei, müsse man Großveranstaltungen im Stadion hinterfragen. Norbert Rehm (FDI) verlangte, die Stadt solle bis zur Gemeinderatssitzung die damaligen Erfahrungen mit den Konzerten von Grönemeyer und Croe genau aufarbeiten.

Eine immer wiederkehrende Aufgabe

OB Thilo Rentschler erklärte, für den Besitzer eines Stadions sei die Rasenerneuerung eine immer wiederkehrende Aufgabe. Und Großkonzerte seien schließlich auch eine gute Standortwerbung für Aalen. Dem allem wollte Barth nicht widersprechen.

„Wir wollen nur die notwendige Transparenz herstellen, dass dies notwendig ist nicht wegen des VfR, sondern deshalb, weil wir als Stadt ein benutzbares Stadion zur Verfügung stellen müssen“, erklärte sie. Bis zur Gemeinderatssitzung am kommenden Donnerstag soll nun die Verwaltung nach dem Willen des Ausschusses fühere Konzerte im Stadion aufarbeiten – und tunlichst auch einen Blick in die Benutzungsordnung für die Arena werfen.

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