Arbeitskreis des regionalen ESF tagt erstmals unter neuem Vorsitz

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 Der Vorsitzende des ESF-Arbeitskreises, Landrat Dr. Joachim Bläse (Zweiter von rechts), mit den Mitgliedern des ESF-Arbeitskrei
Der Vorsitzende des ESF-Arbeitskreises, Landrat Dr. Joachim Bläse (Zweiter von rechts), mit den Mitgliedern des ESF-Arbeitskreises aus dem Ostalbkreis und Vertretern der ESF-Geschäftsstelle im Kleinen Sitzungssaal des Aalener Landratsamts. (Foto: Landratsamt Ostalbkreis)
Aalener Nachrichten

Kürzlich kamen die Mitglieder des ESF-Arbeitskreises (Europäischer Sozialfonds) im Ostalbkreis für eine Rankingsitzung zusammen, um über die eingereichten Projektanträge für 2021 zu entscheiden. Als neuer Vorsitzender begrüßte Landrat Joachim Bläse im Aalener Landratsamt die Teilnehmenden, darunter Cornelia Rathgeb aus der ESF-Verwaltungsbehörde beim Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg und Thomas Kreuz von der ESF-Beratungsstelle.

In einem kurzen Überblick zur aktuellen Situation berichtete Rathgeb, dieses Jahr liege die Förderung von Corona-Maßnahmen im Fokus des ESF, allem voran der Bereich zum Wiederaufbau der Wirtschaft. Allerdings könne es sein, dass die Mittel des regionalen ESF in der neuen Förderperiode um bis zu 30 Prozent gekürzt würden. Diesbezüglich versicherte Thomas Kreuz von der ESF-Beratungsstelle einen reibungslosen Übergang zwischen den Förderperioden 2019/20 und 2021/22 und sagte für den Fall einer Kürzung der regionalen Gelder ein abgestimmtes Vorgehen zu.

Einen Förderantrag für 2021/22 haben die AJO e. V., die a.l.s.o e. V. und das Bildungsbüro des Ostalbkreises gestellt: Das geplante Projekt „courage 2.0“, ein Kooperationsprojekt von AJO e. V. und dem Jobcenter Ostalbkreis, richtet sich an alleinerziehende und erziehende Frauen ohne/mit Migrations- oder Fluchthintergrund, ohne/mit Behinderung und mit einem oder mehreren Kindern, die ALG-II beziehen und beim Jobcenter gemeldet sind. Ziel des Projekts ist, die Frauen bei der Stabilisierung ihrer Lebenssituation, der Problembewältigung und der Teilhabe am Arbeitsmarkt zu unterstützen sowie ihre digitalen Kompetenzen zu stärken.

„a.l.s.o….los 2021“ ist ein Projekt für Frauen und Männer, welche mit schwerwiegenden Problemen zu kämpfen haben und Unterstützung beim beruflichen (Wieder-)Einstieg benötigen. Ziel soll es daher sein, die Motivation zur Arbeitsaufnahme zu steigern und die Beschäftigungsfähigkeit sowie die gesellschaftliche und berufliche Teilhabe zu verbessern.

Das dritte eingereichte Projekt „Zukunft Beruf“ zielt auf die Betreuung von Schülern mit erhöhtem Förderbedarf der Beruflichen Schulen im Ostalbkreis. Die Jugendlichen sollen auf dem Weg in ein Berufsleben begleitet werden, es sollen Hemmnisse abgebaut und Problemsituationen gelöst werden. Zudem soll durch Praktika der Einstieg in den Beruf erleichtert werden.

„Aus Sicht des ESF-Arbeitskreises können alle Projekte gefördert werden“, so das Fazit von Landrat Joachim Bläse. „Damit haben wir alle für 2021 zur Verfügung stehenden Mittel, nämlich 350.000 Euro, ausgeschöpft.“ Die vom Arbeitskreis bewerteten Projektanträge werden nun an die L-Bank weitergeleitet, wo letztlich über die Mittelbewilligung entschieden wird.

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