Am Samstag ist die 22. Ausbildungs- und Studienmesse

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Die Ausbildungs- und Studienmesse lockt am Samstag ins Berufschulzentrum. Hier präsentieren sich knapp 200 Firmen.
Die Ausbildungs- und Studienmesse lockt am Samstag ins Berufschulzentrum. Hier präsentieren sich knapp 200 Firmen. (Foto: Archiv: Markus Lehmann)
Freier Mitarbeiter

Knapp 200 Firmen aus Industrie und Handwerk, Hochschulen, Behörden und Ausbildungseinrichtungen präsentieren sich kommenden Samstag auf der Ausbildungs- und Studienmesse im Berufsschulzentrum von 9 bis 13 Uhr. Für den Chef der Agentur für Arbeit Aalen, Elmar Zillert, ist sie eine echte Erfolgsgeschichte und eine Messe der Superlative. Gerade in einer Zeit des Fachkräftemangels und so vieler freier Ausbildungsstellen wie noch nie brauche man sie mehr denn je. Die Arbeitgeber wie die künftigen Auszubildenden. Ganz wichtig sei aber, sich gut vorzubereiten. Zillert gibt drei wichtige Tipps.

Räumlich überschaubar fing sie an, diese erste Ausbildungsmesse, die später Vorbild wurde für Städte wie Schwäbisch Gmünd, Heidenheim oder Ellwangen. Damals informierten 40 Betriebe in der Agentur für Arbeit, dennoch kamen zur ersten Auflage etwa 2500 Besucher. Weil es in den Räumen der Agentur viel zu eng wurde, wich man ins Berufliche Schulzentrum aus. Dort sind der Andrang und das Interesse jedes Jahr gewaltig. Im vergangenen Jahr kamen innerhalb von vier Stunden gut 7500 Besucher, Zillert rechnet am Samstag bei der 22. Auflage mit eher noch mehr.

Berufswahl ist hochkomplex

Vor sechs Jahren, blickt Zillert zurück, sei das Verhältnis der freien Ausbildungsplätze zu den Bewerbern gekippt: Mittlerweile gibt es fast 39 Prozent mehr Ausbildungsplätze wie Bewerber. Das macht es Betrieben schwierig, die händeringend benötigten und passenden Auszubildenden zu finden. Andrerseits sei die Berufswahl hochkomplex und in dem „Dschungel der Möglichkeiten“ könne man sich leicht verirren. Leider brechen 18 Prozent ihre Ausbildung und über ein Drittel das Studium ab. Der Grund: Man hatte sich etwas ganz anderes vorgestellt. „Es liegt eigentlich immer an den fehlenden Informationen.“ Und die gibt es auf der Messe aus erster Hand, direkt vom Ausbildungsleiter, Meister oder von Lehrlingen.

Drei wichtige Tipps gibt Zillert:

  • Auf alle Fälle die Eltern mitnehmen – „Eltern, kommt mit zur Messe!“
  • Sich gut vorbereiten, Fragen überlegen, überlegen, an welchen Stand man geht. 200 Stände abzuklappern schafft niemand.
  • Wenn man sich unsicher ist, ob der Beruf/Ausbildung das Richtige für einen ist, ein Praktikum vereinbaren.

Für Landrat Klaus Pavel (der Ostalbkreis hat die Schirmherrschaft und ist Partner der Messe) ist dieser Samstag eine „tolle Chance, in vier Stunden den Wirtschaftsraum Ostwürttemberg zu erleben“. Man stehe momentan vor einem Problem, einem Luxusproblem: Es gibt zu wenig Auszubildende als künftige Fachkräfte, das könne sogar die Konjunktur negativ beeinflussen. Was Pavel besonders freut ist, dass immer mehr Betriebe und Unternehmen ihre Auszubildenden mitbringen, um die Schüler zu beraten oder ihre Erfahrungen zu schildern.

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