Am Donnerstag soll fast nichts mehr gehen

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An diesem Donnerstag will die Gewerkschaft Verdi auch in Ostwürttemberg ihren Forderungen in der aktuellen Tarifrunde kräftig N
An diesem Donnerstag will die Gewerkschaft Verdi auch in Ostwürttemberg ihren Forderungen in der aktuellen Tarifrunde kräftig Nachdruck verleihen. (Foto: Ina Fassbender / dpa)
Aalener Nachrichten

Mit einer zweiten und noch heftigeren Warnstreikwelle wollen die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes im Verdi-Bezirk Ostwürttemberg/Ulm auf die nach ihrer Meinung Verweigerungshaltung der öffentlichen Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde antworten. Die Gewerkschaft rechnet am Donnerstag mit mehr als 2000 Streikteilnehmern und hat Beschäftigte in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Verwaltungen und vielen anderen Betrieben und Einrichtungen in den Städten Ulm, Neu-Ulm, Aalen, Ellwangen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Mit den Warnstreiks soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, in der dritten Verhandlungsrunde am 15. April „ein ernsthaftes Angebot vorzulegen“, wie es von Verdi heißt.

In Aalen ruft die Gewerkschaft Beschäftigte der Stadtverwaltung, der städtischen Betriebe und der Kreissparkasse Ostalb auf, die Arbeit befristet niederzulegen. Beschäftigte weiterer öffentlicher Betriebe wie der Stadtwerke, der Straßenmeistereien des Landkreises, der LWV-Einrichtungen am Rabenhof und der Agentur für Arbeit werden sich dem Warnstreik anschließen. Auch am Aalener Ostalb-Klinikum und an der Ellwanger Sankt-Anna-Virngrund-Klinik sind Beschäftigte zum Warnstreik aufgerufen. Es wurden nach Angaben der örtlichen Streikleitung die Patienten bereits von der befristeten Arbeitsniederlegung informiert. Für Notfälle sei eine ordnungsgemäße Versorgung garantiert.

Bereits zum zweiten Mal wird in dieser Tarifrunde in Schwäbisch Gmünd gestreikt. So werden morgens die Beschäftigten der städtischen Betriebe, der Straßenmeisterei und der Stadtwerke erst gar nicht am Arbeitsplatz erscheinen. Die Beschäftigten am Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd in Mutlangen werden ab 6 Uhr befristet die Arbeit niederlegen, es wird jedoch auch hier für eine Notbesetzung gesorgt. Zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen wird die Gewerkschaft Verdi auch in Heidenheim die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes am Donnerstag aufrufen.

In Ulm findet um 10 Uhr eine öffentliche Kundgebung am Münsterplatz statt mit Martin Groß, Verdi-Landesbezirksleiter in Baden-Württemberg. Die Gewerkschaft rechnet mit 2000 Teilnehmern an der Kundgebung. Abfahrt von Bussen zur Ulmer Kundgebung ist in Heidenheim um 8.30 Uhr am ZOB, in Schwäbisch Gmünd um 8 Uhr am Stauferklinikum und am Baubetriebsamt in der Oberbettringer Straße, um 8 Uhr bei den Stadtwerken Aalen und um 8.10 Uhr am Ostalb-Klinikum Aalen sowie um 8.15 Uhr am Greutplatz. In Ellwangen geht es um 8.15 Uhr am Parkplatz Schießwasen los.

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