Altar der alten Marienkirche als Blickfang

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 Pfarrer Wolfgang Sedlmeier erklärt die Geschichte des Altars, der in der alten Marienkirche aufgestellt war und der jetzt seine
Pfarrer Wolfgang Sedlmeier erklärt die Geschichte des Altars, der in der alten Marienkirche aufgestellt war und der jetzt seinen neuen Platz in der Seniorenresidenz Wiesengrund gefunden hat. (Foto: afi)
Gerhard Krehlik

Der neu gestaltete Raum der Begegnung in der Seniorenwohnanlage „Im Wiesengrund“ ist am Samstag feierlich eingeweiht worden. Der katholische Pfarrer Wolfgang Sedlmeier gestaltete zusammen mit dem evangelischen Dekan Ralf Drescher und dem evangelischen Stadtpfarrer Bernhard Richter im proppenvollen Begegnungsraum einen ökumenischen Gottesdienst.

Blickfang im neu gestalteten Raum ist – neben einem von Paul Groll gestalteten Glasfenster – der wunderschöne Holzaltar aus der alten Marienkirche, den die Katholische Kirchengemeinde leihweise dem Wiesengrund für die Ausgestaltung des Raumes überlassen hat. Für viele Bewohner des Wiesengrunds und auch für einige Ältere unter den Gästen bedeutete der Anblick des Altars auch ein Wiedersehen, eine Begegnung mit einem Detail aus der eigenen Kindheit und Jugend.

Handwerker spenden ihren Lohn

„Das wahre Leben ist Begegnung“, das betonten sowohl Siegfried Lingel, Vorsitzender des Fördervereins „Leben und Wohnen im Alter“, als auch OberbürgermeisterThilo Rentschler in ihren Reden. Lingel wünschte sich, dass die Bewohner des Wiesengrunds und ihre Besucher den Raum mit Leben erfüllen mögen und er dankte allen, die zur Neugestaltung des Begegnungsraumes beigetragen haben, ohne dafür etwas zu verlangen. So haben zum Beispiel die verschiedenen beauftragten Handwerker den ihnen zustehenden Lohn umgehend dem Wiesengrund wieder als Spende zur Verfügung gestellt.

„Und wer hat das alles geschafft?“ Diese Frage hatte Thilo Rentschler an den Beginn seines Grußworts gestellt und die Antwort gleich mitgeliefert: Der unermüdliche Vorsitzende des Fördervereins Siegfried Lingel. Ihm und seinen Mitstreitern galt der ganz besondere Dank des Oberbürgermeisters. Von solch konstruktiven Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen, so Rentschler, lebe eine Stadt und eine Gesellschaft.

Fünf Dinge sprechen für den Wiesengrund

Die Erfolgsstory des Wiesengrunds machte Rentschler an fünf Faktoren fest. An der Kunst und Kultur, die dort mit Ausstellungen und Veranstaltungen gepflegt wird, an der Gastfreundschaft die Besuchern und Bewohnern entgegengebracht wird, am Engagement beider christlichen Kirchen, am Einsatz des Malteser Hilfsdienstes und nicht zuletzt am Wirken des Fördervereins „Leben und Wohnen im Alter“.

Der ökumenische Gottesdienst wurde von Kirchenmusikdirektor Thomas Haller am Klavier begleitet. Daran anschließend spielte das Städtische Orchester unter der Leitung von Chris Wegel noch eine gute Stunde zur Unterhaltung von Besuchern und Bewohnern auf, wobei OB Thilo Rentschler beim „Aalener Marsch“ persönlich zum Taktstock griff.

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