Akkordeons eröffnen musikalische Perspektiven

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 Ein Konzert zwischen „Zauberflöte“, Beatles und Santana haben die Harmonika-Freunde Aalen gegeben. Verstärkt wurden sie dabei v
Ein Konzert zwischen „Zauberflöte“, Beatles und Santana haben die Harmonika-Freunde Aalen gegeben. Verstärkt wurden sie dabei von der Sopranistin Magdalena Hug und dem Tenor Julian Plachtzik (rechts). (Foto: Gerhard Krehlik)
gk und Gerhard Krehlik

Die Harmonika-Freunde Aalen haben am Samstagabend zu ihrem Herbstkonzert in das Weststadt-Zentrum eingeladen. Zahlreiche Besucher sind dieser Einladung gefolgt. Und sie staunten nicht schlecht über das Repertoire.

Nach dem musikalischen Auftakt durch die Kiddy-Band der Akkordeon-AG Grauleshof unter der Leitung von Christopher Anderson hieß der Vorsitzende der Harmonika-Freunde, Thilo Ognibeni, die Zuhörer willkommen und stimmte sie mit Informationen über die historische Entwicklung von Orchesterkonzerten auf den Abend ein. Beim Blick in das Programm war man von der Vielfalt und der Breite des musikalischen Spektrums überrascht. Das reichte nämlich von der Ouvertüre zu Mozarts „Zauberflöte“ über die Blasmusik Polka „Böhmischer Traum“ bis hin zu verschiedenen Beatles Songs und Titeln von Carlos Santana. Klassikliebhaber, Blasmusikfreunde und Rockfans mögen sich dabei verwundert die Augen gerieben und gefragt haben, ob man denn das alles mit einem Akkordeon Orchester spielen kann? Man kann.

Freilich kann ein Akkordeonorchester dabei nur die Melodien nachspielen. Das Klangbild, die Klangfarben der Originale können natürlich nicht erreicht werden, denn ein Akkordeon klingt eben wie ein Akkordeon und nicht wie eine Violine, ein Flügelhorn oder gar eine E-Gitarre. Und trotzdem entdeckte man auch in diesen Arrangements immer wieder auch interessante musikalische Perspektiven, vor allem wenn das Hauptorchester unter der Leitung von Oliver Seitz filigran, klanglich transparent und dynamisch differenziert musizierte.

Vokal hatten sich die Harmonika Freunde für dieses Konzert mit der Sopranistin Magdalena Hug und dem klassischen Tenor Julian Plachtzik verstärkt, die bei populären Songs wie etwa „The Prayer“ von David Foster, oder dem Ohrwurm „You raise me up“ von Rolf Lovland überzeugten. Für Stimmung sorgten die neu formierten „Diatoniker 2.0“, die zwar nicht auf der diatonischen Handharmonika spielten, aber mit dem Repertoire der früheren diatonischen Gruppe der Harmonika-Freunde das Publikum immer wieder zum Klatschen animierte. Dass es um den musikalischen Nachwuchs der Harmonika-Freunde sehr gut bestellt ist, unterstrichen die rund 20 Mitglieder des Schülerorchesters und das Jugendorchester. Unter der Leitung von Christopher Anderson hörte man vom Akkordeon Nachwuchs verschiedene Hits von den Beatles und Titel von Carlos Santana.

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