Agieren statt reagieren

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Sportredakteur/DigitAalen

Sie sind zurück auf dem Trainingsplatz. Die Landesliga-Fußballer der TSG Hofherrnweiler sind bereits am vergangenen Samstag in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Im Fokus steht nun: „Der Spaß am Fußball und der Spaß am Spiel“, sagt TSG-Trainer Benjamin Bilger. Beim Auftakt fehlten noch vier Spieler.

Wenn Benjamin Bilger über die aktuelle Weltmeisterschaft redet, dann ist da nur wenig Feuer in seinen Augen zu erkennen. Der Grund dafür liegt auf der Hand, der Trainer hat eine andere Vorstellung von Fußball. Daher stellt er bereits beim Auftakt in die Vorbereitung klar: „Meine Jungs sollen agieren und nicht reagieren.“ Die erste Einheit - eine schweißtreibende Angelegenheit über 1,5 Stunden - war hier ein erster Fingerzeig. Ballkontrolle, Ballbesitz und ein gutes Umschaltspiel nahm bei den Einheiten mit Ball einen großen Raum ein. „Ich will Fußball spielen und Chancen kreieren. Nicht nur auf Konter warten und verteidigen“, so Bilger weiter. Nicht mit dabei bei der ersten Einheit im heimischen Sportpark waren Daniel Rembold und Yannik Weiland, die beide mit der zweiten Mannschaft den Bezirksliga-Aufstieg in Prag feierten.

„Keine Frage, das haben sie sich verdient“, sagt Bilger. Dazu fehlten Oliver Rieger und Pius Kuhn aufgrund einer Erkrankung. Ansonsten waren alle Mann mit an Bord. Auch die Neuzugänge, die gleich ein ersten Lob des Trainers einheimsten. „Sie ziehen gut mit und bringen viel Qualität mit“, so Bilger weiter. Generell zeigte sich der Coach aber auch mit der kompletten ersten Trainingseinheit zufrieden.

Ziel: Gute Runde bestätigen

„Klar, manche haben mehr gemacht, andere weniger. Nun gilt es alle wieder auf das gleiche Level zu bringen“, sagt Bilger und fügt an: „Dann wollen wir in der Runde wieder die beste Mannschaft und nicht die besten Einzelspieler auf den Platz bekommen.“ Die Landesliga selbst ist in diesem Jahr wieder einmal kein Selbstläufer und ist „wieder sehr stark, wenn nicht sogar noch stärker besetzt“.

„Auch die Aufsteiger (Geislingen, Bonlanden, Oberensingen, d. Red.) bringen eine gute Qualität mit“, so Bilger weiter. Daher möchte er auch keine klare Zielsetzung vorgeben. „Wir müssen zunächst Demut zeigen, denn wir haben eine starke Runde (Platz vier am Ende, d. Red.) gespielt. Die möchten wir bestätigen. Wenn wir das schaffen, dann bin ich sehr zufrieden“, sagt Bilger. Der große Favorit auf den Aufstieg ist für Bilger in diesem Jahr Ebersbach, wenngleich er auch Waldstetten wieder ganz weit vorne sieht. „Sie haben sich gut verstärkt“, sagt Bilger. Der erste Schritt ist also gemacht. Nun warten harte Trainingswochen auf die Mannschaft aus der Aalener Weststadt.

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