Abschied: VfR Aalen kickt künftig ohne Benjamin Gorka

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Der VfR Aalen und Innenverteidiger Benjamin Gorka gehen künftig getrennte Wege.
Der VfR Aalen und Innenverteidiger Benjamin Gorka gehen künftig getrennte Wege. (Foto: Archiv Siedler)
Schwäbische Zeitung
Manuela Harant

Wenn der Tabellenzwölfte gegen den Achten kickt, sorgt das auch in der 3. Liga normalerweise nicht für erhöhte Aufmerksamkeit unter den Fußballinteressierten in Deutschland. Das Gastspiel des VfR Aalen am Samstag beim Chemnitzer FC verspricht jedoch nicht nur Spannung, weil die ehemaligen Karl-Marx-Städter absolutes Neuland für den VfR sind. Auch die Aussicht auf den Anschluss an die Spitzengruppe in der dicht gedrängten 3. Liga werden dazu führen, dass es am Samstag um 14 Uhr kein Geplänkel von zwei durchschnittlichen Teams, sondern ein heißer Kampf um wichtige Punkte zwischen dem Aufsteiger und dem inzwischen etablieren Drittligisten geben wird.

Außerdem wollen beide Teams mittelfristig in die 2. Bundesliga. Während das der CFC schon einmal in seiner Vereinsgeschichte geschafft hat – insgesamt sieben Jahre spielte der ehemalige „FC Karl-Marx-Stadt“ zwischen 1991 und 2001 im Fußball-Unterhaus – ist der VfR Aalen immer noch weit davon entfernt. Zwar trennen den VfR momentan nur sechs Punkte von Relegationsplatz drei, allerdings liegen auch noch acht Teams dazwischen.

Personell ist die Lage beim VfR relativ angespannt. Vor allem die Offensivstärke von Stürmer Robert Lechleiter sowie den Mittelfeldspielern Martin Dausch und Benjamin Barg wird der Hasenhüttl-Elf in Chemnitz schmerzlich fehlen. Dafür wird wohl Christoph Sauter in die Startelf zurückkehren, und auch die Blessuren von Tim Kister sind schon wieder verheilt.

Vertrag aufgelöst

Nicht nur am Samstag, sondern auch die restliche Saison fehlen wird Kisters Teamkollege in der Innenverteidigung, Benjamin Gorka. Der Vertrag mit dem 27-Jährigen wurde laut VfR-Sportdirektor Markus Schupp in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir die Gründe und die Modalitäten der Vertragsauflösung nicht nach außen geben“, erklärte Schupp. Trotzdem gebe es in der Innenverteidigung keine Personalprobleme, bekräftigt Hasenhüttl, der neben Sascha Herröder noch einige Alternativen auf die Bank setzen kann: „Man darf Felix Schmidt nicht vergessen, den ich ohne weiteres in der 3. Liga einsetzen kann. Und wir haben auch gute Innenverteidiger in der A-Jugend.“ Die Sorgenfalten auf Hasenhüttls Stirn sind demnach trotz der Ausfälle vor der kommenden Aufgabe klein.

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