Aalener startet bei Ironman auf Hawaii

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Aalener Nachrichten

Gelaufen ist der Aalener Joachim Krauth schon viel - nun startet er am 13. Oktober beim Ironman Hawaii.

Die Faszination Ironman packte den 29-Jährigen schon früh, mit 15 Jahren begann er zu Laufen. Er erreichte mehrere Erfolge für die LSG Aalen auf Landesebene. 2015 ging er zum Triathlon über. Neben dem täglichen Training promoviert Krauth derzeit an der Universität Stuttgart in Physik. So ist jede Menge Zeitmanagement erforderlich. Nicht selten steht die erste Trainingseinheit früh am Morgen, die zweite dann spät abends auf dem Programm.

Zur Vorbereitung gibts die Challenge Roth

2016 startete Joachim bei seinem ersten Ironman in Vichy in Frankreich, dabei reichte es noch nicht ganz für die Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii, was er ein Jahr später mit einem 12. Platz von 1500 schaffte. Der Lohn für die Mühen war unter anderem auch die Wahl zum Aalener Sportler des Jahres.

Zur Vorbereitung absolvierte Joachim dieses Jahr die Challenge Roth, den wohl bekanntesten Triathlon in Europa. Außerdem ist Joachim viel bei regionalen Laufveranstaltungen wie dem Aalener Stadtlauf, Rohrwanglauf und Ipf-Ries-Halbmarathon vertreten.

Reiz: Grenzen kennen lernen und verschieben

Den Reiz in seiner Sportart empfindet Joachim darin, seine eigenen Grenzen kennen zu lernen und sie nach Möglichkeit immer weiter zu verschieben. Die Schmerzen und Entbehrungen sind beim Zieleinlauf vergessen und das „unbeschreibliche Gefühl und die Emotionen“ völlig entkräftet über die Ziellinie zu laufen, ist den ganzen Aufwand wert.

„Da ich nicht so viel trainieren kann wie viele meine Konkurrenten, dafür aber öfter mal mit hoher Intensität, glaube ich, dass ich damit recht gut umgehen kann.“

Für Hawaii erhofft sich der Aalener eine vordere Platzierung in seiner Altersklasse: „Top 20 wäre schon nicht schlecht, allerdings kann bei den herrschenden Wetterverhältnissen (weit über 30 Grad und teils starke Winde) viel passieren. Deshalb kommt es immer darauf an, wie man damit umgehen kann. „Am Ende endscheidet auch viel der Kopf“ weiß Joachim und glaubt hier auch eine seiner Stärken zu sehen: „Da ich nicht so viel trainieren kann wie viele meine Konkurrenten, dafür aber öfter mal mit hoher Intensität, glaube ich, dass ich damit recht gut umgehen kann.“

Lokale Sponsoren unterstützen

Da Triathlon und vor allem der Ironman Hawaii eine sehr kostspielige Sportart ist, ist der Aalener Sportler des Jahres 2017 froh lokale Sponsoren gefunden zu haben, die ihn bei diesem Vorhaben finanziell unterstützen: Kreisbau Ostalb, KSK Ostalb, Rossaro Baugruppe, Fahrradladen Rundum Aalen, GeoData, „Ohne diese Unterstützung wäre es sehr hart ein solches Projekt neben der Doktorarbeit zu stemmen“.

Und so geht es am 13. Oktober im Urlaubsparadies Hawaii auf die 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Rad und die 42,2 km Laufen.

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