Aalener sammeln Zigarettenkippen

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Zigaretten
Bei einer Aktion in Heidenheim kamen mehr als 40.000 Zigarettenkippen zusammen. Die Stadt Aalen sollte nachziehen. Sie folgte dem Ruf.
Edwin Hügler

Rund 50 Bürger, darunter auch „Friday-for-Future“-Aktivisten, haben am Freitag an der Zigarettenkippen-Sammelaktion der Stadt Aalen teilgenommen. „Es ist gut, dass etwas für den Umweltschutz passiert“, sagte Oberbürgermeister Thilo Rentschler.

Er empfahl zur Vermeidung von Zigarettenmüll die Benutzung der neu erfundenen Taschensammelbox. Die Stadt Aalen habe 500 solcher Boxen verteilt.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier bezeichnete die Aktion als ein Puzzlestück im gesamten Komplex der Aktivitäten für den Klimaschutz. Das vom Bundeskabinett verabschiedete Klimapaket nannte sie einen „großen Schritt“. Demokratie brauche eben etwas länger. Den Ausführungen von Breymaier zufolge seien die Probleme des Klimawandels nicht allein durch Technik in den Griff zu bekommen, man müsse auch über Verzicht reden.

Bei der Sammelaktion wurden die fleißigen Helfer von der Stadt mit speziellen Zangen und Müllbeuteln ausgerüstet. Von Kippen gesäubert wurden der Rathausvorplatz, der Marktplatz, die Straßen der Innenstadt, der Gmünder Torplatz, der ZOB und der Bahnhofsvorplatz. Auf dem Gelände der Hochschule sammelte eine Gruppe von Studierenden Zigarettenkippen ein. Nach anderthalb Stunden landeten insgesamt rund 25 000 Kippen in den Müllbehältern. Damit wurde der Rekord von Heidenheim mit 40 000 eingesammelten Kippen zwar nicht geknackt, doch man kann dies auch positiv sehen: In Aalen ist es vielleicht einfach sauberer als in der Nachbarstadt.

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