Marvin Büyüksakarya (l.) stemmte sich mit dem VfR gegen Philipp Hercher und Großspach.
Marvin Büyüksakarya (l.) stemmte sich mit dem VfR gegen Philipp Hercher und Großspach. (Foto: Thomas Siedler)
Sportredakteur/DigitAalen

Ob die Länderspielpause dem geneigten Fußball-Beobachter als Inspiration dient, bleibt abzuwarten. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft will sich nach der verkorksten Weltmeisterschaft erneuert präsentieren. Ob die Länderspielpause dem VfR Aalen gelegen kommt, ist fraglich.

Nach dem 1:1 bei der SG Sonnenhof Großaspach bleibt die Erkenntnis: Die zweite Halbzeit in dem Ländle-Derby der 3. Fußball-Liga am Montagabend war ein Mutmacher. Auf der Leistung könne der VfR „aufbauen“, wie Offensivmann Luca Schnellbacher anmerkte.

Die Aalener zeigten nach dem Kabinengang „eine gute Moral und Reaktion“, wie VfR-Trainer Argirios Giannikis nach seiner Analyse am Dienstag anmerkte. Und auch die Einwechslungen griffen. Marcel Bär, Marvin Büyüksakarya und für die Schlussminuten auch Lukas Lämmel gaben „die richtige Reaktion“. Ein weiterer Aktivposten: Startelfdebütant Nicolas Sessa, der mit seiner feinen Technik die Großaspacher Abwehr beschäftigte und auch das 1:1 von Aalens bisher besten Torschützen Matthias Morys (drei Treffer) vorbereitete, zudem die finale Torchance hatte.

VfR darf nicht passiv sein

Es bleibt auch die Erkenntnis, dass eine deutliche Leistungssteigerung nötig war nachdem der VfR in Durchgang eins mit einem glücklichen 0:1 davon kam. Einer der am Aufschwung beteiligt war, erlebte „eine klare Leistungssteigerung zur ersten Halbzeit“. Bär hatte bei der Doppelchance vor Sessa das Siegtor auf dem Fuß, befand aber auch „eine gerechte Punkteteilung wenn man beide Halbzeiten sieht“. Es bedurfte einen aktiveren VfR, um besser im Spiel zu sein. „Wenn wir passiv sind, hat es ein Gegner leicht gegen uns zu spielen“, sagt Giannikis.

„Wenig Zugriff“ auf den Gegner machte sein Offensivkollege Schnellbacher in der ersten Spielhälfte aus, und „nicht so die Leichtigkeit“ Linksaußen Patrick Schorr. Mit der ersten Großaspacher Chance fiel das Gegentor, danach lief eine Zeit lang nicht viel zusammen beim VfR. Das 1:4 gegen 1860 München im Gepäck, dann ein frühes 0:1: „Dass da eine Verunsicherung da ist, gegen eine defensiv- und konterstarke Mannschaft wie Großaspach, ist ein Stück weit normal“, erklärt Giannkis.

In der Summe stand das Remis, das zwar gerecht schien aber für den VfR eben nicht den ersten anvisierten Auswärtssieg bedeutete. Beide Mannschaften hatten die Siegchance(n). „Beide Teams haben alles gegeben. Es war eine tolles Fußballspiel“, befand Großaspachs Coach Sascha Hildmann.

Um das nächste ansprechende Ergebnis zu holen, müssen sie sich beim VfR ein wenig gedulden. Giannikis hätte gerne auch weitergespielt, doch verweist er darauf, dass die spielfreie Zeit mit Training der Abläufe einen weiteren Vorteil hat: „Wir können den Geist ein bisschen frei bekommen.“

Durch die Länderspielpause steigt das nächste (Heim-)Spiel am Samstag, 15. September gegen Preußen Münster. Da braucht es wieder „mentale Frische“.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen