Aalen ist ein Symbol der Völkerverständigung

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In der Stadtbibliothekhat am Sonntag Aleksander Korzenkov (rechts) von Rainer Kurz („FAME“-Stiftung) den zwölften Esperanto-Kult
In der Stadtbibliothekhat am Sonntag Aleksander Korzenkov (rechts) von Rainer Kurz („FAME“-Stiftung) den zwölften Esperanto-Kult (Foto: Markus Lehmann)
Schwäbische Zeitung

Es geht wortwörtlich um die Völkerverständigung: Am Sonntag ist der 12. Aalener Esperanto-Kulturpreis an Halina Gorecka und Aleksander Korzenkov aus Kaliningrad verliehen worden. Die Aalener Stadtbibliothek beherbergt eine der weltgrößten Esperanto-Bibliotheken.

Broschüren und Bücher, darunter „Der Herr der Ringe“, Alice im Wunderland“ oder Jules Vernes „Reise zum Mond“, hat das russische Ehepaar herausgegeben. Monatlich erscheint ihre Zeitschrift „La Ondo de Esperanto“, sie schreiben regelmäßig Artikel und Rezensionen.

Esperanto, erklärte Michael Steffel, Leiter der Aalener Stadtbibliothek, vor der Übergabe des mit 3000 Euro dotierten Preises, sei ein Kulturerbe. Die Plansprache stehe für einen „weltumspannenden Zusammenhalt“ der Menschen und sei ein „schönes Zeichen der Völkerverständigung.“ Und dadurch sei auch Aalen ein Begriff für Menschen in der ganzen Welt geworden.

Menschen wie Korzenkov und seine Frau Halina Gorecka seien Symbole der Völkerverständigung, würdigte Rainer Kurz, der zweite Vorsitzende der „FAME“-Stiftung“ zur Förderung internationaler Verständigungsmittel, die Preisträger. Beide sind diplomierte Ingenieure und haben 1991 ihre Berufe aufgegeben, um sich ganz und hauptberuflich dem Esperanto zu widmen. Seit dieser Zeit könnten sie von ihrer Arbeit für diese Sprache leben, sich jedenfalls „über Wasser halten“, formulierte Kurz. Solche Menschen gebe es weltweit gerade etwa 100, die von ihrem Engagement für das Esperanto leben könnten. Das Ehepaar, Halina Gorecka konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Preisverleihung nach Aalen kommen, produziert auch den Podcast „Radio Esperanto“. Sie beschäftigen sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Sammeln und der Bibliografie von Werken, die in der Sowjetunion und in Russland erschienen sind.

Zur Preisverleihung spielte Maxim Fischer, Schüler des Kopernikus-Gymnasiums Wasseralfingen, auf der Marimba „Gloria“ und „Black Sphinx for solo marimba.“

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