Beim Brand eines Wohnhauses in der Hüttlinger Straße in Wasseralfingen sind am Dienstagmorgen zwei Frauen ums Leben gekommen. Die 84-jährige Hausbewohnerin und ihre dort mit lebende 60-jährige Pflegerin konnten nur noch tot aus dem Haus geborgen werden.

Ein wahres Gewitter an Martinshörnern schreckte am Dienstagmorgen kurz vor 6 Uhr zumindest einen Teil der Wasseralfinger aus dem Schlaf. Gegen 5.40 Uhr waren die Rettungskräfte alarmiert worden, mit mehreren Fahrzeugen rückten die Feuerwehrabteilungen Wasseralfingen/Hofen und Aalen, mehrere Rettungs- und Notarztwagen sowie ebenfalls mehrere Streifenwagen der Polizei in die Hüttlinger Straße aus. Den Alarm hatten Nachbarn ausgelöst, nachdem sie am lauten Knall einer berstenden Fensterscheibe wach geworden waren und dann den Brand bemerkten. 

Am Ende waren 51 Feuerwehrmänner mit acht Fahrzeugen im Einsatz, darunter eine Drehleiter und der Atemschutzwagen. Bei ihrem Eintreffen stand zumindest ein Zimmer des Gebäudes Hüttlinger Straße 23 in Vollbrand, die Flammen loderten dort lichterloh. Die Feuerwehr konnte den Brand zwar schnell unter Kontrolle bringen, für die beiden Frauen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie konnten nach ihrem Auffinden nur noch tot geborgen werden.

Für angrenzende Gebäude bestand keine Gefahr

Für die angrenzende Wohngebäude in der dicht bebauten Hüttlinger Straße bestand nach Angaben der Polizei keine Gefahr. Das betroffene Wohnhaus selbst wurde vom Feuer über mindestens zwei Etagen stark beschädigt und ist nicht mehr bewohnbar. Der Schaden könnte sich nach vorläufigen Schätzungen der Polizei auf bis zu 200 000 Euro belaufen.

Während der Einsatz- und Löscharbeiten kamen auch Aalens Oberbürgermeister Thilo Renschler und Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam an den Brandort, um sich ein aktuelles Bild vom Unglück und der Einsatzlage zu machen.

„Wir trauern um die zwei Menschen, die bei dem Brand tragisch ums Leben gekommen sind. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Brandopfer. Ihnen gilt unser tiefes Mitgefühl in diesen schweren Stunden. Wir danken den Einsatzkräften für ihr rasches und zahlreiches Eingreifen im Kampf gegen die Flammen zum Schutz der weiteren Bewohner“, so Rentschler.

Beim Eintreffen unserer Feuerwehrkameraden schlugen die Flammen bereits aus einem Fenster. Kai Niedziella, Kreisbrandmeister

Ortsvorsteherin Andrea Hatam hat wie OB Rentschler und Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann mit Angehörigen der Opfer gesprochen.

Vor Ort war neben der Spitze der Aalener Feuerwehr um Kommandant Kai Niedziella auch Kreisbrandmeister Otto Feil. Feuerwehrkommandant Kai Niedziella berichtete nach dem Ende des Einsatzes von drei Feuerwehrtrupps, die mit Atemschutz im Erdgeschoss sowie im Dachgeschoss des Hauses im Einsatz waren. Eine Person wurde kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr tot geborgen, eine weitere wurde wenige Minuten später tot aufgefunden.

51 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind vor Ort

„Beim Eintreffen unserer Feuerwehrkameraden schlugen die Flammen bereits aus einem Fenster“, erklärte Niedziella. Der Brand konnte jedoch schnell unter Kontrolle gebracht werden. Der Feuerwehreinsatz war gegen 8.12 Uhr beendet. „Insgesamt waren 51 Einsatzkräfte der Feuerwehr beteiligt“, sagte Niedziella.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Brand im Schlafzimmer der 84-Jährigen ausgebrochen ist. Die Untersuchungen konzentrieren sich momentan auf einen technischen Defekt an einer Stromzuführung. Wie die Polizei am Dienstagnachmittag mitgeteilt hat, gibt es keine Hinweise, dass der Brand von Dritten verursacht wurde.

Brandopfer sollen obduziert werden

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen hat zur Aufklärung der genauen Todesursachen der beiden Opfer Obduktionen veranlasst.

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