4:1 - VfR meldet sich eindrucksvoll zurück

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 Marcel Bär (getragen von Matthias Morys) hatte mit seinen beiden Treffern großen Anteil am Sieg der Aalener gegen Münster.
Marcel Bär (getragen von Matthias Morys) hatte mit seinen beiden Treffern großen Anteil am Sieg der Aalener gegen Münster. (Foto: Peter Schlipf)
Sportredakteur/DigitAalen

Aalen: Bernhardt - Büyüksakarya, Sarr, Rehfeldt, Schorr - Lämmel (68. Funk), Geyer - Bär, Sessa (86. Trianni), Morys - Schnellbacher (90. Fennell).

Münster: Schulze Niehues - Menig (46. Tezel), Scherder, Kittner, Heidemann - Braun (49. Kobylanski) - Klingenburg, Rodrigues Pires (46. Borgmann) - Philipp Hoffmann, Dadashov, Cueto.

Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Bad Zwesten).

Tore: 1:0 Bär (14.), 2:0 Sessa (25.), 3:0 Bär (47.), 3:1 Dadashov (85.), 4:1 Schnellbacher (89.).

Zuschauer: 3017.

Manchmal dauert ein Spiel eben nur 47 Minuten. Denn genau nach diesen hatte der VfR Aalen im Heimspiel gegen den SC Preußen Münster den Deckel auf die Partie gemacht. Am Ende gewannen die Aalener das Spiel mit 4:1 und blicken nun optimistisch in Richtung WFV Pokal unter der Woche.

Nach einer Länderspielpause weiß keiner so genau, wo er steht und so sahen die 3017 Zuschauer am Samstag die Aalener (mit vier Änderungen in der Startelf im Vergleich zum Spiel gegen Sonnenhof Großaspach) zunächst erst einmal im Rückwärtsgang. Denn es waren nicht die Jungs von Trainer Argirios Giannikis, die in den ersten Minuten den Ton angaben sondern der Gast aus Münster.

„Wir sind zunächst nicht gut gestartet“, sagte auch der VfR-Trainer nach der Partie. Doch nach einer ersten guten Schusschance von Rufat Dadashov, war es plötzlich vorbei mit der Münsteraner Herrlichkeit. Denn nach wenigen Minuten fand die Elf von der Ostalb in die Partie und zeigte durch ein erstes schnelles Umschalten nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte, wie es gehen kann: Der quirlige Spielmacher Nicolas Sessa leitete den Ball auf Marcel Bär weiter, doch dessen schwache Flanke konnte Luca Schnellbacher beim besten Willen nicht erreichen (5. Minute).

Schnellbacher verpasst, Bär trifft

Eben jener Schnellbacher war es dann auch, der nur drei Minuten später nach einer Ecke von Sessa den Ball nur knapp neben das Tor setzte. Münster wirkte nun durchaus beeindruckt und geriet nur wenig später in Rückstand. Nach einem perfekten Ball von Schnellbacher stand Bär völlig frei vor Gästekeeper Maximilian Schulze Niehues und der Aalener Stürmer ließ sich nicht lange bitten und vollendete zum 1:0 (14.). Die Aalener blieben nun am Drücker und es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, wann die Aalener ein weiteres Mal zuschlagen würden. Das taten sie auch und wie.

Sessa mit Traumtor

Der starke Sessa eroberte den Ball im Zweikampf mit Münsters Kevin Rodrigues Pires und ab ging die Fahrt. Mit einem sensationellen Sololauf marschierte der Mittelfeldspieler über den gesamten Platz und bestrafte nahezu die komplette und viel zu passiv agierende Hintermannschaft der Gäste. Per Schussfinte ließ er dann noch Kapitän Simon Scherder aussteigen und zimmerte den Ball unter die Latte - 2:0 (25.). „Eine sensationelle Einzelleistung“, stellte Giannikis klar. Allerdings hätte Sessa wohl eine Standpauke vom mitgelaufenen Matthias Morys erhalten, wenn er den Ball nicht im Tor untergebracht hätte. „Das habe ich mir auch gedacht“, sagte ein glücklicher Sessa nach der Partie und fügt an: „Ich wollte mich aber unbedingt für meinem Sololauf belohnen.“ Noch vor der Pause hatten dann aber auch die Gäste wieder eine Gelegenheit. Doch Lucas Cueto scheiterte am Außenpfosten (38.). Dann war es wieder Sessa, der im Mittelpunkt stand. Nach einer Kombination mit Morys scheiterte dieser jedoch an Schulze Niehues.

Entscheidung nach der Pause

Wer nach der Pause nicht schnell genug auf seinem Platz war, der hatte dann die Entscheidung des Spiels schon verpasst. Nur zwei Minuten nach dem Wechsel war es erneut Bär, der nach einem schönen Zuspiel von Morys auf 3:0 stellte. „So kannst du nicht verteidigen“, sagte ein sichtlich bedienter SC-Trainer Marco Antwerpen. In der Folge nahmen die Aalener bereits etwas Tempo aus der Partie und Münster fand dennoch zunächst keine Mittel um die Partie wieder offener zu gestalten. So war es weiterhin Aalen, das dem nächsten Treffer näher war. Die beste Gelegenheit zum 4:0 hatte dabei der umtriebige Morys, der nach einem starken Zuspiel von Lucas Lämmel per Direktabnahme am Pfosten scheiterte (51.).

Dann nützen die Gäste aber doch noch eine Nachlässigkeit der Aalener zum Treffer. Nach einer Hereingabe von Philipp Hoffmann war Martin Kobylanski zur Stelle (85.) und überwand Daniel Bernhardt - 1:3. Nur drei Minuten später stellte Aalen in Person von Schnellbacher den alten Abstand wieder her. Der unermüdliche Stürmer des VfR erzielte den Treffer per Abstauber, nachdem zunächst Mattia Trianni nach Zuspiel von Morys am Boden liegend am Schlussmann der Münsteraner gescheitert war. Der VfR Aalen feierte damit einen furiosen 4:1-Heimsieg und geht gestärkt ins WFV-Pokal-Spiel am Dienstag in Bissingen.

Aalen: Bernhardt - Büyüksakarya, Sarr, Rehfeldt, Schorr - Lämmel (68. Funk), Geyer - Bär, Sessa (86. Trianni), Morys - Schnellbacher (90. Fennell).

Münster: Schulze Niehues - Menig (46. Tezel), Scherder, Kittner, Heidemann - Braun (49. Kobylanski) - Klingenburg, Rodrigues Pires (46. Borgmann) - Philipp Hoffmann, Dadashov, Cueto.

Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Bad Zwesten).

Tore: 1:0 Bär (14.), 2:0 Sessa (25.), 3:0 Bär (47.), 3:1 Dadashov (85.), 4:1 Schnellbacher (89.).

Zuschauer: 3017.

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