181 HIV-Testungen bleiben ohne Befund

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Die Zahl der Testungen auf HIV in den Jahren 2009 bis Mai 2019 im Gesundheitsamt des Ostalbkreises.
Die Zahl der Testungen auf HIV in den Jahren 2009 bis Mai 2019 im Gesundheitsamt des Ostalbkreises. (Foto: Grafik: Landratsamt)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Das Gesundheitsamt des Ostalbkreises hat jetzt den neuen AIDS-Bericht für den Landkreis vorgestellt. Der Bericht richtet sich an alle interessierten Bürger wie auch an Fachleute, die mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken arbeiten.

Bereits seit 1987 gibt es bei den Gesundheitsämtern in Aalen und in Schwäbisch Gmünd eine AIDS-Beratungsstelle, die in den vergangenen Jahren die Bevölkerung in zahlreichen Veranstaltungen, Vorträgen und Aktionen über den Erreger und das Krankheitsbild aufgeklärt hat. Auch das Angebot der kostenlosen und anonymen Blutuntersuchung in den Beratungsstellen wurde und wird noch häufig in Anspruch genommen. Mit dem aktuellen Bericht soll die unveränderte Wichtigkeit dieses Themas ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

So wurden im Landkreis allein im vergangenen Jahr wieder 181 HIV-Tests durchgeführt. Es wurden in diesem Zeitraum keine positiven Befunde festgestellt. Grundsätzlich ist die Zahl der HIV-Testungen in den letzten zehn Jahren aber gesunken. 2009 hatte die Zahl noch bei 294 Testungen gelegen.

Zusätzlich zu den Tests werden von Ärzten in anonymen Sprechstunden des Gesundheitsamts zum Thema HIV und AIDS jährlich zwischen 30 und 50 Beratungsgespräche geführt.Das Gesundheitsamt verfolgt mit seiner Arbeit nach wie vor das Ziel der Prävention. Mittels kostenlosen HIV-Tests, Vorträgen und Aktionstagen an Schulen, sollen vor allem Jugendliche medizinisch korrekte Information erhalten. Die Behörde will zum einen die Angst vor nicht existierenden Infektionsrisiken nehmen, zum anderen aber auch gefährliche Sorglosigkeit und Unwissenheit über tatsächliche Risiken bekämpfen.

Die Tätigkeit in der AIDS-Sprechstunde des Gesundheitsamts umfasst die individuelle Beratung der Klienten über Ansteckungswege, Krankheitszeichen und Krankheitsverlauf sowie über die Durchführung des HIV-Tests. Es werden auch telefonische Anfragen oder Anfragen per E-Mail beantwortet. Da die Beratung anonym ist, werden die Klienten weder nach ihrem Wohnort gefragt noch danach, ob sie zu einer Risikogruppe gehören.

Ende 2017 lebten in Deutschland geschätzt 86 000 Menschen mit HIV. Betroffen sind nach wie vor vor allem homosexuelle Männer, unter dieser Gruppe finden sich rund 53 000 Infizierte.

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