15:9 - Revanche geglückt

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Tobias Stürmer hat gemeinsam mit seinen Teamkollegen eine gute Leistung gezeigt.
Tobias Stürmer hat gemeinsam mit seinen Teamkollegen eine gute Leistung gezeigt. (Foto: MTV)

MTV Aalen Strikers: Jonas Gräßer (P/3B), Tobias Stürmer (2B), Waldemar Jürgens (Lf), Mike Tauporn (1B), Christoph Roelfsema (3B), Christian Bertuch (P), Mike Sabanovski (Cf), Johannes Schrezenmeier (Sst), Adis Heinzl (C) und Bastian Grajer (Rf).

Am vergangenen Sonntag ist der Baseball-Landesligist MTV Aalen Strikers zum Tabellennachbarn nach Stuttgart gereist. Gegen die Bundesliga-Reserve der Reds wollten die Strikers Wiedergutmachung für die überraschend klare Heimspielniederlage betreiben, und das gelang am Ende auch souverän. Bei perfekten äußeren Bedingungen behielten die Ostälbler nach einer abwechslungsreichen und mit zum Teil spektakulären Spielzügen gespickten Begegnung am Ende verdient mit 15:9 (1:2/0:2/4:0/0:2/0:0/3:0/0:0/1:0/6:3) die Oberhand. Mit diesem Auswärtssieg hat sich das Aalener Team an den Stuttgart Reds vorbeigeschoben und belegt jetzt mit vier Siegen aus sieben Spielen wieder den zweiten Tabellenplatz hinter Ligaprimus Tübingen Hawks.

Bis es soweit war hatten die MTVler zunächst aber alle Hände voll zu tun, um sich gegen den Stuttgarter Talentschmiede letztlich durchzusetzen. Zwar gingen die Gäste aus Ostwürttemberg im ersten Durchgang zunächst mit 1:0 in Führung, doch danach zeigten sich die Aalener Spieler doch etwas beeindruckt. Über 2:1 erhöhten die Reds bis zum Ende des zweiten Spielabschnitts auf 4:1, obwohl Starting-Pitcher Jonas Gräßer auf dem Werferhügel eine ordentliche Partie ablieferte. Durch Wurf- und Fangfehler wurden aber immer wieder mögliche „Outs“ durch die Aalener Feldverteidigung leichtfertig vergeben.

Das erste Comeback gelang den Rohrwänglern dann im dritten Inning als zunächst Bastian Grajer und Tobias Stürmer nach einem Schlag von Spielertrainer Jürgens auf 3:4 verkürzten und danach Mike Tauporn ein wahrer Monster-Homerun gelang, der weitere zwei Punkte zur 5:4-Führung nach Hause brachte.

Im vierten Abschnitt legte der Gastgeber allerdings wieder nach und konnte mit 6:5 seinerseits wieder die Führung an sich reißen. Christian Bertuch übernahm nun das Pitching für Aalen, und der übte mit seinen harten und gut platzierten Würfen sofort viel Druck auf die Stuttgarter Schlagreihe aus. Bis zum Ende des achten Durchgangs konnten die Reds keine weiteren Punkte mehr nach Hause bringen. Nicht sehr viel besser machte es allerdings auch die Strikers-Offensivreihe, die durch überhastete und übermotivierte Aktionen immer wieder gute Gelegenheiten zum Punkten liegen ließen. Erst im sechsten Inning gelang es Gräßer, Stürmer und Tauporn endlich, das Ergebnis zu drehen und wieder positiv für die Kocherstädter zu gestalten. Mit einem knappen 8:6 ging es in den vorletzten Spielabschnitt, in dem es Bertuch nach einem gut platzierten „Hit“ sowie nach Schlägen von Johannes Schrezenmeier und Catcher Adis Heinzl gelang, die Führung auf 9:6 auszubauen.

Schlagstärke in Runs umgewandelt

Erst im neunten und damit letzten Durchgang setzten die MTV-Baseballern ihre Schlagstärke auch in ausreichend viele Runs um. Fast die komplette Aalener Schlagreihe gelangte nach vier weiten Schlägen und ebenso vielen Stuttgarter „Errors“ auf Base und schraubte in der Folge das Ergebnis auf ein beruhigendes 15:6 für die Ostälbler. Das war gleichzeitig die Vorentscheidung im Spiel, daran änderte auch ein fulminanter „Zwei-Punkte-Homerun“ des Gastgebers nichts mehr. Nach über 3,5-stündiger Spielzeit war der Sieg in trockenen Tüchern, der zweite Tabellenplatz damit zurückerobert. Der verdiente Sieg lässt sich auch aus einem Vergleich der „Hits“, sprich der Schläge, mit denen Spieler auf Base kamen, ableiten: Während Stuttgart über das komplette Spiel acht davon gelangen, weist die Aalener Bilanz mit 22 einen vielfachen Wert auf. Am Sonntag kann man die MTV-Baseballer wieder im heimischen MTV-Stadion verfolgen. Ab 15 Uhr trifft das Team auf die Bad Mergentheim Warriors.

MTV Aalen Strikers: Jonas Gräßer (P/3B), Tobias Stürmer (2B), Waldemar Jürgens (Lf), Mike Tauporn (1B), Christoph Roelfsema (3B), Christian Bertuch (P), Mike Sabanovski (Cf), Johannes Schrezenmeier (Sst), Adis Heinzl (C) und Bastian Grajer (Rf).

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