118 Nachwuchsforscher zeigen ihr Können

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 Sie haben allen Grund zur Freude: die Regionalsieger des Wettbewerbs Jugend forscht.
Sie haben allen Grund zur Freude: die Regionalsieger des Wettbewerbs Jugend forscht. (Foto: Manfred Stich)
Redakteurin/DigitAalen

Ein Bleistift mit flüssigem Innenleben, Möbel aus Papier oder Seifenblasen, mit denen man Fußball spielen kann: Auch in diesem Jahr sind der Kreativität der jungen Teilnehmer bei Jugend forscht und Schüler experimentieren wieder keine Grenzen gesetzt gewesen. Am Samstag fand bei Zeiss in Oberkochen der 22. Regionalwettbewerb statt. Insgesamt 118 Nachwuchsforscher haben in 63 Projekten gezeigt, was in ihnen steckt.

Juroren aus Schulen, Hochschulen, Universitäten und von Zeiss haben die Projekte bewertet. Die Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter und Margit Stumpp sowie die Landtagsabgeordneten Winfried Mack und Martin Grath waren unter den Ehrengästen und ließen sich vom Forschergeist des Nachwuchses überzeugen. Dieter Brocksch, Patentbeauftrager von Zeiss, sprach eingangs von 2019 als einem besonderen Jahr, jähre sich doch der Geburtstag von Humboldt zum 250. Mal, James Watt hat in diesem Jahr seinen 200. Todestag und vor 50 Jahren habe die erste bemannte Mondlandung stattgefunden. Perfekte Bedingungen also für junge Forscher, in diesem Jahr beim Wettbewerb an den Start zu gehen.

Sie freuen sich über erste Preise

Und das sind die Sieger, die mit ersten Preisen ausgezeichnet wurden:

Merle Unger, Felisa Gaugler (beide 13) und Marlena Gaugler, 11, vom Ellwanger Peutinger-Gymnasium haben erforscht, wie man das Innenleben eines Bleistifts flüssig machen kann. Dafür wurden sie mit dem ersten Preis in der Kategorie Arbeitswelt ausgezeichnet.

Wie kann man eine Fahrradlampe so konstruieren, dass entgegenkommende Verkehrsteilnehmer nicht von ihr geblendet werden? Das haben sich Lukas Ignatzi (16) und Mark Jung (15) vom Heidenheimer Hellenstein-Gymnasium gefragt. Für ihre Forschungen haben sie ebenfalls einen ersten Preis in der Kategorie Arbeitswelt abräumen können.

Richtig viel Spaß hatten die Jurymitglieder mit der Erfindung von Jonas Gaugler (12), Jannis Weidenbacher und Luca Beck (beide 11). Die drei haben Seifenblasen entwickelt, die nicht zerplatzen. „Da waren wir wieder wie die Spielkinder“, so beschrieb die Laudatorin die Begeisterung der Jury beim Fußballspielen mit den Seifenblasen. Die drei Preisträger in der Kategorie Chemie besuchen das Ellwanger Peutinger-Gymnasium.

Gekühltes aus dem „Frosty“

In der Natur unterwegs und durstig vom Wandern – da muss ein kaltes Getränk her. Wahrscheinlich ist Silvan Laidler aus Heidenheim so auf die Idee gekommen, seinen Getränkekühler „Frosty“ zu entwickeln. Der 16-Jährige besucht das Max-Planck-Gymnasium und hat für seine Erfindung ebenfalls einen ersten Preis bekommen.

Ein weiterer erster Preis im Bereich Chemie ging an Anna Grosch und Friederieke Lohmann (beide 17) vom Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd. Sie haben eine neuartige Methode entwickelt, mit der man Nitrat aus Wasser beseitigen kann.

Ebenfalls mit der Umwelt beschäftigt haben sich Elemi Stegmaier (14) vom Max-Planck-Gymnasium und Katja Winkelmann (13) von der Realschule Gerstetten. Ihr Projekt „Unsichtbarer Feinstaub auf der Ost-alb?“ war der Jury einen ersten Preis in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften wert.

Ein erster Preis in der Kategorie Mathematik/Informatik ging an Luca Lutz (13) von der Propsteischule in Westhausen. Er hat erforscht, wie man den Papierverbrauch bei Serienmails im Vereinswesen reduzieren kann.

Cocktails mit App mixen

Eine so genannte SmartBar, die über eine App gesteuert Cocktails mixen kann, hat der 17-jährige Florian Bauer vom Beruflichen Schulzentrum Urbach entwickelt. Er hat von der Carl Zeiss AG einen Regionalpreis für das beste interdisziplinäre Projekt bekommen.

Ein erster Preis im Bereich Mathematik/Informatik ging an Tim Palm. Der 16-Jährige, der das Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbsisch Gmünd besucht, hat einen Löser mit künstlicher Intelligenz für ein Trio, ein Zahlenspiel, entwickelt.

Julius Funks und Noah Heymanns, beide neun Jahre alt, Spezialgebiet im Wettbewerb waren Schuhsohlen. Sie haben sich mit deren Eigenschaften beschäftigt und herausgefunden, welche Materialien für welche Herausforderungen die geeignetsten sind. Das war der Jury ein erster Preis im Bereich Physik wert. Beide besuchen die Karl-Kessler-Schule in Wasseralfingen.

Für ihr Projekt „Airblown Suitcase“ haben die beiden 13-Jährigen Marie Weber und Maria Merz vom Ellwanger Peutinger-Gymnasium einen ersten Preis im Bereich Technik verliehen bekommen.

Ein weiterer erster Preis in diesem Fachgebiet ging an Wieland Bach. Der 17-Jährige hat einen speziellen LED-Würfel für Audiovisualisierung entwickelt. Er besucht das Heidenheimer Hellenstein-Gymnasium.

Auch ein erster Preis im Bereich Technik ging an Kai Krull, der das Schubart-Gymnasium in Aalen besucht. Der 17-Jährige hat ein Türsicherheitssystem entwickelt.

Engagierte Schulen ausgezeichnet

Neben den jungen Forschern sind auch die betreuenden Lehrkräfte sowie die Schulen, die mindestens vier Projekte eingereicht haben, geehrt worden. Schulpreise gingen an das Peutinger-Gymnasium, das mit neun Arbeiten die meisten Projekte eingereicht hat, an das Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd, das Hellenstein-Gymnasium Heidenheim, das Max-Planck-Gymnasium Heidenheim, das Schubart-Gymnasium Aalen, das Ernst-Abbe-Gymnasium in Oberkochen sowie die Härtsfeldschule Neresheim.

Je eine Gruppe des MTV Aalen und der Musikschule Aalen haben die Feier zur Preisvergabe von Jugend forscht sportlich und musikalisch umrahmt.

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