0:3 - Ende aller Träume

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Sie haben gekämpft, alles gegeben und dennoch verloren. Die Volleyballer des TSV Ellwangen müssen die Segel streichen. Da half a
Sie haben gekämpft, alles gegeben und dennoch verloren. Die Volleyballer des TSV Ellwangen müssen die Segel streichen. Da half auch Lennard Schwenks Hechtsprung letztlich nicht. (Foto: Peter Schlipf)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur/DigitAalen

Es hat nicht gereicht. Die Volleyballer des TSV Ellwangen müssen schon nach dem ersten von zwei Heimspielen am Wochenende den Abstieg in die Landesliga hinnehmen. Die 0:3-Niederlage und der zeitgleiche 3:2-Sieg des MTV Ludwigsburg II raubten den Ellwangern alle Chancen auf ein weiteres Jahr in der Oberliga.

„Ein Abstieg ist kein Beinbruch“, sagte TSV-Trainer Jürgen Schwenk im Vorfeld des entscheidenden Heimspielwochenendes immer wieder. Dennoch hätten die Volleyballer diesen natürlich gerne verhindert. Doch der Meister aus Sindelfingen hatte etwas dagegen. „Wir waren im ersten Satz sehr nervös zu Beginn und mussten dann einen acht Punkte Rückstand egalisieren“, sagt Schwenk und fügte an: „Da war eigentlich klar, dass da im ersten Satz nichts mehr zu holen war.“ Schwenk wechselte früh in der Partie und brachte für Tom Wenczel Markus Hoffmann ins Spiel. „Das hat unserem Spiel etwas mehr Stabilität verliehen“, sagte Schwenk. Im zweiten Satz unterlagen die Ellwanger dennoch knapp mit 23:25.

„Es war eng, aber die Sindelfinger sind einfach extrem abgezockt“, so Schwenk weiter. Mit dem 0:2-Rückstand war die Entscheidung gefallen und die Ellwanger konnten befreit aufspielen und zwangen den Meister sogar noch in die Satzverlängerung.

„Meine Mannschaft hat einen spektakulären Satz gespielt und die 250 Fans von den Sitzen gerissen“, sagt Schwenk. Doch am Ende verlor der TSV auch den dritten Satz (31:33) und das Spiel mit 0:3. Damit war der Abstieg in die Landesliga besiegelt. „Wir sind nicht am Boden zerstört und es werden nicht die Volleyball-Lichter ausgehen“, ist sich Schwenk sicher.

Das zweite Heimspiel am Sonntag gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt war damit also Makulatur und nicht das gewünschte Endspiel um dem Klassenerhalt. Doch „abschenken“ wollten es die Ellwanger nicht. „Es waren sehr enge Ballwechsel und für den Gegner ging es noch um eine ganze Menge“, sagt Schwenk. Denn Ludwigsburg II hatte mit einem Sieg die Chance sich den direkten Klassenerhalt in der Oberliga zu sichern.

Die ersten beiden Sätze verloren die Ellwanger mit 20:25 und 24:26. Doch den dritten Satz sicherten sich die Virngrund-Recken mit 25:21 und zwangen den Ludwigsburgern einen weiteren Satz auf. „Die sind dann schon etwas nervös geworden und wir hatten durchaus die Chance uns auch den vierten Satz zu sichern“, sagte Schwenk.

Ludwigsburg II direkt gesichert

Doch die Ludwigsburger Reserve kämpfte und sicherte sich den vierten Satz zum 3:1-Sieg. Damit feierten die MTV-Jungs den direkten Klassenerhalt in der Ellwanger Rundsporthalle. „Wir werden uns nun auf die Landesliga fokussieren und versuchen den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga anzupeilen“, sagt Schwenk. Allerdings ist noch nicht klar, wie die Mannschaft für diese Mission genau aussehen wird. „Dazu kann ich derzeit noch keine Aussage machen. Aber das Potential für diese Mission ist auf jeden Fall vorhanden in Ellwangen“, sagte Schwenk. Er wird als Trainer weitermachen, soviel ist sicher.

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