0:1 - VfR Aalen verliert auch bei Werder Bremen II

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Rico Preißinger (r.) und der VfR hatten gegen Philipp Eggersglüß und Bremens Reserve das Nachsehen.
Rico Preißinger (r.) und der VfR hatten gegen Philipp Eggersglüß und Bremens Reserve das Nachsehen. (Foto: Imago)
Ralf Debat (MSPW)

Werder Bremen II: Oelschlägel - Eggersglüß, Vollert, Volkmer, Jacobsen, Kruska, F. Wagner, N. Schmidt (90. Verlaat), Rosin, Kazior (79. Young), Eilers (24. Touré).

VfR Aalen: Bernhardt - Traut, Rehfeldt, Geyer, Schorr - Bär (46. Vasiliadis), Stanese, Preißinger (71. Watanabe), Trianni (46. Robert Müller) - Wegkamp, Morys.

Tor: 1:0 Rafael Kazior (27.). Schiedsrichter: Börner (Iserlohn). Zuschauer: 201.

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28 Spiele, exakt 244 Tage oder auch etwas mehr als acht Monate (seit dem 5. August 2017) hatte die U 23 des SV Werder Bremen in der 3. Fußball-Liga nicht mehr gewonnen. Da kam der „Lieblingsgegner“ VfR Aalen, gegen den die Grün-Weißen in den letzten beiden Jahren jeweils beim Saisonfinale den Klassenverbleib perfekt gemacht hatten, diesmal schon am 33. Spieltag gerade recht. Der designierte Absteiger beendete seine trostlose Negativserie mit einem 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen den VfR und feierte den Dreier fast wie den Klassenverbleib, den die Grün-Weißen dennoch nicht mehr schaffen werden.

„In der ersten Halbzeit haben wir fast alles falsch gemacht, was man falsch machen kann“, ärgerte sich VfR-Angreifer Matthias Morys: „Nach der Pause war es zwar etwas besser, aber es ist uns dann nicht mehr gelungen, hochkarätige Torchancen herauszuspielen.“ Da konnte auch Trainer Peter Vollmann nicht widersprechen: „Die Leistung in der ersten Hälfte war schwach. Vor allem über außen sind die Bremer immer wieder durchgekommen. So ist auch der entscheidende Gegentreffer entstanden. Im zweiten Abschnitt hat die Mannschaft jedoch zumindest eine Reaktion und einige positive Ansätze gezeigt.“

Gegenüber dem 0:5 gegen Spitzenreiter SC Paderborn hatte Vollmann vier Veränderungen in seiner Startformation vorgenommen. Für Robert Müller kam der frühere Bremer Torben Rehfeldt von Beginn an in der Innenverteidigung zum Einsatz. Lukas Lämmel saß ebenso wie Müller zunächst auf der Bank. Außerdem fehlten Maximilian Welzmüller (Gelbsperre) und der angeschlagene Luca Schnellbacher (Rippenprellung). Dafür liefen Daniel Stanese, Rico Preißinger und Marcel Bär von Beginn an auf.

Gleich zu Beginn hatte der VfR seine besten Chancen. Schon nach wenigen Sekunden zwang Morys den Bremer Schlussmann Eric Oelschlägel mit einem Linksschuss zu einer Glanzparade. Nur wenig später verfehlte erneut Morys den Werder-Kasten nur knapp. Das Spiel hielt allerdings nicht, was der muntere Beginn versprochen hatte. Während die Gastgeber mehr und mehr die Kontrolle über die Partie gewannen, kam von den Aalenern bis zur Pause kaum noch etwas. Anders die Hausherren. Zwei gefährliche Abschlüsse von Rafael Kazior und vor allem Niklas Schmidt konnte VfR-Schlussmann Daniel Bernhardt noch entschärfen. Als jedoch Kazior eine Maßflanke des starken Schmidt geschickt per Kopf in Richtung kurzes Eck verlängerte, war der Aalener Kapitän machtlos - 1:0 (27.).

Humorvoller Sprechgesang

Die Offensivbemühungen der Gäste blieben dagegen meist schon in Ansätzen stecken, was die etwa 40 mitgereisten VfR-Anhänger humorvoll mit dem Sprechgesang „Bernhardt in den Sturm“ kommentierten. „Wir sind recht gut ins Spiel gekommen, haben dann aber den Zugriff verloren. Das war viel zu wenig“, meinte auch Mittelfeldspieler Preißinger. Zur Pause reagierte Vollmann, die beiden schwachen Außenbahnspieler Bär und Trianni blieben in der Kabine. Müller rückte in die neuformierte Dreierkette, außerdem gab Sebastian Vasiliadis sein Comeback nach mehr als zweimonatiger Zwangspause (Pfeiffersches Drüsenfieber). Das Bemühen war den Schwarz-Weißen zwar nicht abzusprechen. Wirklich gefährlich wurde es aber (zu) selten. Die größte Chance zum Ausgleich vergab zehn Minuten vor dem Abpfiff erneut Morys, der von Vasilidis glänzend freigespielt worden war, den Bremer Kasten aber knapp verfehlte.

Positivster Aspekt war das Comeback von Vasiliadis, der für das Verbandspokal-Viertelfinale am Mittwoch beim Regionalligisten SSV Ulm 1846 Fußball eine Alternative sein könnte. Klares Schlusswort von Morys: „Wir wollen den Pokal gewinnen und in der nächsten Saison im DFB-Pokal spielen. Da ist das Duell mit den sicherlich hochmotivierten Ulmern trotz allem eine Pflichtaufgabe für uns, die wir lösen müssen. Da darf es dann auch keine Ausreden geben.“

Werder Bremen II: Oelschlägel - Eggersglüß, Vollert, Volkmer, Jacobsen, Kruska, F. Wagner, N. Schmidt (90. Verlaat), Rosin, Kazior (79. Young), Eilers (24. Touré).

VfR Aalen: Bernhardt - Traut, Rehfeldt, Geyer, Schorr - Bär (46. Vasiliadis), Stanese, Preißinger (71. Watanabe), Trianni (46. Robert Müller) - Wegkamp, Morys.

Tor: 1:0 Rafael Kazior (27.). Schiedsrichter: Börner (Iserlohn). Zuschauer: 201.

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