Über 700 Parkinson-Kranke im Ostalbkreis

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Parkinson bricht meistens bei Menschen aus, die im Herbst des Lebens angekommen sind. Sport und Bewegungstraining wirkt sich po
Parkinson bricht meistens bei Menschen aus, die im Herbst des Lebens angekommen sind. Sport und Bewegungstraining wirkt sich positiv auf verschiedene Aspekte der Parkinson-Erkrankung aus. Besonders positiv scheint sich das Radfahren auszuwirken. Die AOK (Foto: Pixabay)

In Deutschland leben Schätzungen zufolge rund 280 000 Menschen mit Parkinson, einer Erkrankung des Nervensystems. Im Ostalbkreis verzeichnet die AOK Ostwürttemberg 383 Frauen und 321 Männer, die an Parkinson leiden. In ganz Ostwürttemberg sind 932 AOK-Versicherte betroffen. „Die Erkrankung wird zumeist zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr festgestellt“, sagt Dr. Sabine Hawighorst-Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. Bei einer Parkinson-Erkrankung werden Nervenzellen des Gehirns geschädigt, die für die Produktion des Nervenbotenstoffs Dopamin zuständig sind.

Früher stand die Krankheit Parkinson für sehr kurze Lebenserwartung, mangelnde Therapiemöglichkeiten, Rollstuhl, Bettlägerigkeit und schließlich qualvolles Sterben. „Heute kann der Betroffene bei frühzeitigem Erkennen der Erkrankung und moderner Dopamin-Therapie in den ersten zehn Jahren und häufig auch darüber hinaus ein normales Leben führen“, so die Medizinerin.

75 Prozent aller AOK-Versicherter, die an der Nervenkrankheit erkrankt sind, sind 75 Jahre und älter. Männer sind tendenziell häufiger betroffen als Frauen.

In den letzten fünf Jahren ist die Anzahl der Parkinson-Betroffenen im Ostalbkreis laut AOK um 1,2 Prozent gesunken, auch die Gesamtzahl der Fälle ist weiterhin niedrig. Die höchste Quote gibt es bei den über 85-Jährigen – statistisch sind hier fünf von 100 Menschen an Parkinson erkrankt.

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