Aus der Hand des VR-Bank-Vorsitzenden Hans-Peter gab’s für Ena Lindenbaur den 14. Kunstpreis der VR-Bank Ostalb in Form des „Ple
Aus der Hand des VR-Bank-Vorsitzenden Hans-Peter gab’s für Ena Lindenbaur den 14. Kunstpreis der VR-Bank Ostalb in Form des „Pleuer-Raben“. (Foto: Markus Lehmann)
Markus Lehmann

Die Ausstellung ist im Ökonomiegebäude von Schloss Fachsenfeld bis zum 27. Mai zu sehen.

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Den Kunstpreis der VR-Bank Ostalb in Form des gusseisernen „Pleuer-Raben“ hat Ena Lindenbaur im vollbesetzten Ökonomiegebäude auf Schloss Fachsenfeld verliehen bekommen. Die Verleihung des 14. VR-Kunstpreises an die in Reutlingen aufgewachsene und in Stuttgart und Südfrankreich lebende und arbeitende Künstlerin ist mit der Eröffnung ihrer Ausstellung „...dann leben sogar die Steine“ zu sehen.

42 Werke von Ena Lindenbaur geben im Ökonomiegebäude von Schoss Fachsenfeld viel Aufschluss über ihre Arbeit. Es sind meist abstrahierte Collagen, Mischtechniken, Lichtzeichnungen. Die schon wegen ihrer schieren Größe von etwa zehn Metern Länge eindrücklichste Arbeit ist ein Wandbild und heißt „Der Mensch I“ – eine Zeichnung auf Atelierboden entstanden auf einem Atelierboden.

Viele symbolische Verweise

Um die vielen symbolischen Verweise auf den Menschen geht es auch in diesen Bildwelten. So hatte Oberbürgermeister Thilo Rentschler, Vorsitzender der Stiftung Schloss Fachsenfeld, die stattliche Besucherzahl begrüßt an diesem „herausragenden Ort“ für Kunst und Kultur. Ihre Arbeiten hätten die Jury „schlicht und einfach überzeugt.“

Der Titel dieser Ausstellung ist einem Buchzitat von Peter Handke entlehnt, er taucht auch im Wenders-Film „Der Himmel über Berlin“ auf, an dessen Drehbuch der österreichische Autor mitwirkte. In ihrer Einführungsrede griff diesen Titel und das Handke-Zitat dann auch Kunstpreis-Jury-Mitglied Sabine Heilig auf: Es gehe darum, etwas Leblosem Leben einzuflößen. Früher zeichnete die Preisträgerin hochpräzise botanische und naturkundewissenschaftliche Ansichten – „bis sie die Grenzen sprengte“.

Die Künstlerin malt teilweise mit geschlossenen Augen, gerne mit Musik und Tanz dazu. Und sie arbeitet mit Texten, Collagenschnipseln. Immer gehe es um den Menschen, erklärt die Laudatorin, wie er in Geschehnissen steckt, verborgen in einem Gespinst oder in einem Netz gefangen ist. Dabei gehe es bei ihren Arbeiten nicht um den Menschen allein – „sondern um das Leben“.

Hans-Peter Weber, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Ostalb, sieht hier die Bilder einer Hochbegabten, in denen man sich einfach verlieren könne. Er verglich die Werke mit dem „tiefmenschlichen Bestreben“, Spuren zu hinterlassen, so wie Felsenzeichnungen oder „Rock-Paintings“. Er überreichte Lindenbaur anschließen den Raben – Symbol des Impressionisten Hermann Pleuer. Der nicht physisch, aber mit seinen Werken mit anwesend war auf Schloss Fachsenfeld.

Die Ausstellung ist im Ökonomiegebäude von Schloss Fachsenfeld bis zum 27. Mai zu sehen.

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