Wurmlinger Seniorenkonzept stärker im Ort verwurzeln

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Das Bauprojekt „Wohnen beim Schloss“ entsteht direkt neben dem Gebäude der Nachbarschaftshilfe Wurmlingen. Dort sollen unter and
Das Bauprojekt „Wohnen beim Schloss“ entsteht direkt neben dem Gebäude der Nachbarschaftshilfe Wurmlingen. Dort sollen unter anderem Senioren einziehen. Die (Foto: Archiv: Alexandra Schneid)

Das Land Baden-Württemberg hat einen „Förderbaukasten“ entwickelt, um in sozialen Bereichen Impulse zu setzen. Darin enthalten sind Förderprogramme in den Bereichen Quartiersentwicklung, Beteiligung und Engagement enthalten. Ein Baustein, das „Sonderprogramm Quartier“, würde für die weitere Seniorenplanung in Wurmlingen „hilfreich sein“, so die Vorlage für den Gemeinderat.

Dieser befürwortete in der Sitzung am Montag daher die Antragstellung für das entsprechende Programm mit einer Fördersumme von 40 000 Euro. Der notwendige Gemeindeanteil liegt dabei bei 20 Prozent, also 8000 Euro. „Quartier ist die ganze Gemeinde“, erläuterte Bürgermeister Klaus Schellenberg, denn er geht davon aus, dass die Aktion „breit getragen“ werde. Zu den Grundzügen gehöre es, das Seniorenkonzept „Wohnen beim Schloss“ bereits während der anstehenden rund eineinhalbjährigen Bauzeit noch stärker in die örtliche Gemeinschaft einzubinden und das Bewusstsein für die Anlage mitten in der Gemeinde zu stärken. Ziel wäre letztlich „eine sorgende Gesellschaft“, in der die verschiedenen Generationen wieder stärker miteinander verbunden wären.

Senioren sollen mithilfe von Angeboten eigenständig bleiben

Zielführende Schritte dazu könnten sein, die Angebote für Senioren stärker zu vernetzen und gleichzeitig den Aufbau eines kleineren, dem Bedarf in der Gemeinde angepassten Pflegestützpunkts, bei der künftigen Hausleitung zu installieren. Angedacht sind außerdem Angebote, um die Eigenständigkeit der älteren Mitbürger zu fördern. Beispiele dazu wären ein Bürgertreff, Internetschulung, Seniorenwerkstatt bis hin zu offenem Mittagstisch. Ganz positiv gesehen wird eine Einbindung von „rüstigen Rentnern“ in diese Angebote.

Personal wird bis zum Start des Projekts weiter qualifiziert

Erste Gespräche hat Schellenberg bereits mit dem Ministerium für Soziales und Integration geführt. Er habe dort „sehr positive Signale bekommen“, berichtete er. Sofern tatsächlich eine Bewilligung der notwendigen finanziellen Mittel erfolge, könnten bis zum Start von „Wohnen im Schloss“ Schulungen und eine weitere Qualifizierung des künftigen Personals erfolgen.

Dazu käme außerdem die Entwicklung von zusätzlichen Bausteinen in diesem Konzept. Insgesamt würde das Thema „Eine Gemeinde sorgt vor“ weiterentwickelt. Gesichert sei dabei die Unterstützung der Gemeindeverwaltung und der Nachbarschaftshilfe. Schellenberg ist zudem optimistisch, dass dies gleichzeitig „unter starker Einbindung der Bürgerschaft“ erfolgen wird.

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