Wurmlinger Ortsmeisterschaften: Voller Einsatz beim Schlittenfahren

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Simon Schneider

Genügend Schnee, jede Menge gute Laune, gewagte Abfahrten und ein Abschluss, den die Wurmlinger nicht alle Tage erleben - dieser Mix hat den Ortsmeisterschaften im Schlittenfahren des Skiclubs (SC) Wurmlingen zu einer kurzweiligen und unterhaltsamen Veranstaltung verholfen.

Trotz Temperaturen im deutlichen Plusbereich lag am Sonntagmorgen auf dem Skihang in Wurmlingen ausreichend Schnee für die Premiere der Ortsmeisterschaften im Schlittenfahren des SC Wurmlingen. Der Verein, rund um den Vorsitzenden Manuel Knittel, präparierte die Strecke, bereitete rund um die Skihütte alles für die Teilnehmer und Zuschauer vor. Mehr als 20 Teilnehmer meldeten sich zum Wettbewerb der Kinder, Männer, Frauen oder als Familie an. Als Familie durften alle an den Start gehen, die sich zu zweit auf einem Schlitten die Abfahrt am Skihang zutrauten – meist die Väter mit ihren Schützlingen.

Die Abfahrt war mehr als 50 Meter lang und beinhaltete eine Kurve. Die Geschwindigkeit gestaltete sich für manchen Schlittenfahrer als Herausforderung. Jeder Teilnehmer hatte zwei Versuche, um mit seinen ganz individuellen Methoden ins Ziel zu gelangen – ob mit den Füßen voraus oder liegend mit dem Kopf. Die Schiedsrichter des SC Wurmlingen stoppten jeweils beide Zeiten und addierten sie zum Schluss. Das Publikum feuerte kräftig an.

Unterschiedliche Schlittemodelle: von Holzschlitten bis Bob

Bei den Ortsmeisterschaften gab es verschiedenste fahrbare Untersätze. Holzschlitten oder aus Kunststoff, sowie ein Bob mit Lenkrad oder ganz speziell: ein Zipfelbob, den am Sonntag Fabienne Tontarra lenkte – und das mit Erfolg. Sie schaffte beide Abfahrten in einer Zeit von 14,55 Sekunden und sicherte sich den Gesamtsieg.

„Eine Taktik habe ich mir nicht zurechtgelegt. Wichtig ist, dass man auf dem Bob das Gleichgewicht halten kann. Das hat ganz gut geklappt. Ich fahre aber auch schon seit ich klein bin mit diesem Bob und bin daher mit ihm vertraut“, sagte Fabienne Tontarra unserer Zeitung, die mit dem schnellsten Mann Manuel Greiner, der 15,26 Sekunden benötigte, das oberste Siegertreppchen teilte.

Alle Teilnehmer erhielten bei der Siegerehrung eine Urkunde sowie Süßigkeiten. Die Gewinner der jeweiligen Klasse erhielten obendrauf einen Pokal. Kurios: In der Familienwertung gab es zwei Sieger. Sowohl die Familie Beirer als auch Bacher benötigten 16,74 Sekunden. Der SC versorgte alle Anwesenden mit Musik, Getränken sowie einer kleinen Stärkung.

Neben den Ortsmeisterschaften stellte sich im Anschluss die „Grill-Pool-Challenge“ als Höhepunkt der Veranstaltung heraus, bei der die Zuschauer jede Menge zu lachen hatten. Nachdem der SC Mahlstetten die Wurmlinger Kollegen für diese Challenge nominierten, lösten diese die Herausforderung ein. Auf einem Anhänger vor der Skihütte stand ein Pool. Teile des Ausschusses und des Vorstands schlüpften in die Badehosen. Knittel nominierte zunächst den SC Fridingen, die Katholische Junge Gemeinde (KJG) Wurmlingen sowie den Sportverein Wurmlingen zu dieser Challenge. Anschließend zeigten sie mit Fackeln und Bademantel beim Limbo-Tanz vollen Einsatz, um schließlich in den beheizten Whirlpool zu steigen.

Zweite Auflage der Ortsmeisterschaft angestrebt

Die Zuschauer lachten und applaudierten. „Es hat total viel Spaß gemacht und alles hat reibungslos geklappt. Wir hatten dank den Zuschauern und Teilnehmern eine super Stimmung“, freute sich ein rundum zufriedener SC-Vorsitzender Manuel Knittel, der mit seinem Verein aufgrund des Erfolgs anpeilt, auch im kommenden Jahr diese Ortsmeisterschaften zu veranstalten.

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