Wurmlingen schafft neuen Schneepflug an

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 Einen neuen Schneepflug schafft die Gemeinde Wurmlingen an.
Einen neuen Schneepflug schafft die Gemeinde Wurmlingen an. (Foto: Samuel Golay)
Walter Sautter

Der Winterdienst in der vergangenen Saison ist „vergleichsweise kostengünstig“ gewesen, so Bürgermeister Klaus Schellenberg bei der Vorlage der Bilanz im Wurmlinger Gemeinderat. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf 65 815 Euro. Unabhängig davon seien die Mitarbeiter des Bauhofs sehr gefordert gewesen.

Damit das Schneeräumen auch im kommenden Winter klappt, muss allerdings ein Schneepflug ersetzt werden. Das 20 Jahre alte Gerät weise inzwischen einsatzbedingte, irreparable Rostschäden auf, so die Vorlage. Die Ersatzbeschaffung, ein Drehkappen-Schneepflug, soll von der Firma Knoblauch, Immendingen, für rund 9800 Euro geliefert werden.

Für Pflegearbeiten während der warmen Jahreszeit soll ebenfalls neues Gerät angeschafft werden. Für die Entfernung von Wildkraut, landläufig als Unkraut bezeichnet, steht dem Bauhof für befestigte und gepflasterte Flächen eine mit gutem Ergebnis arbeitende so genannte „Wildkrautbürste“ als mechanische Lösung zur Verfügung.

Um den Arbeitsaufwand bei der Pflege von Plätzen und Wegen mit wassergebundener Oberfläche zu verringern, wird noch eine technische Lösung gesucht, da die „chemische Keule“ nicht mehr zeitgemäß sei. Ein Gasbrenner – Anschaffungskosten rund 9200 Euro – wurde bereits getestet. Allerdings erschien der Gasverbrauch relativ hoch. Jetzt soll in einem einwöchigen Probeeinsatz ein Heißwasser-Gerät ausgeliehen und auf seine Einsatzmöglichkeiten überprüft werden. Die Mietkosten für die Testwoche betragen 660 Euro. Der Kaufpreis für das Gerät, das nach dem Prinzip eines Hochdruckreinigers funktioniert, liegt bei 35 000 Euro. Es hat etwa die dreifache Leistung des Gasbrenners. Zudem könnte es „nicht nur zum Unkraut jäten“ eingesetzt werden, sondern auch bei Reinigungsarbeiten.

Auf Grund der hohen Anschaffungskosten will Bürgermeister Schellenberg die Nachbargemeinden kontaktieren, ob eine Anschaffung im Verbund in Frage kommen könnte. Gemeinderat Norbert Bacher riet von dieser Lösung eher ab. Er schlug vor, das Gerät bei einem positiven Test durch die Gemeinde zu kaufen und es dann bei freien Kapazitäten an Gemeinden oder Firmen zu vermieten.

Seniorenwohnanlage

Das in die Seniorenanlage „Wohnen beim Schluss“ künftig integrierte bestehende Gebäude Untere Hauptstraße 29 soll im Zuge des Baues der gesamten Anlage ein neues Dach erhalten. Im Gebäude ist von der Gemeinde die Nachbarschaftshilfe untergebracht.

Die Eindeckung erfolgt mit den gleichen Ziegeln wie die künftigen Gebäude, damit eine einheitliche Dachlandschaft erreicht wird. Ein Teil der Dachfläche über dem inzwischen abgebrochenen Scheunenteil ist dem Neubau des Bauträgers SWR zuzuordnen. Daher erschien es der Gemeinde wirtschaftlich sinnvoll, den Gesamtauftrag über die SWR abzuwickeln, wie Bürgermeister Klaus Schellenberg dem Gemeinderat erläuterte. Dafür ausgeschrieben waren die Gewerke Zimmer- und Holzbauarbeiten, Blechnerarbeiten und Dachdeckerarbeiten. Die Gesamtkosten für das Gebäudedach belaufen sich auf netto rund 48 500 Euro. Auf die Gemeinde entfallen davon 38 800 Euro. Zuzüglich der Mehrwertsteuer und den Leistungen der SWT für Planung und Angebotsbearbeitung ergibt dies für die Gemeinde ein Gesamtpaket von rund 51 700 Euro.

Die Zustimmung des Gemeinderats erfolgte einstimmig.

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