Patzak: „Seitingen war aggressiver“

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 Der zwischenzeitliche Auslgeich zum 1:1 durch Anthony Nwaise (rechts) war zu wenig: Der SV Wurmlingen unterlag dem SV Seitingen
Der zwischenzeitliche Auslgeich zum 1:1 durch Anthony Nwaise (rechts) war zu wenig: Der SV Wurmlingen unterlag dem SV Seitingen-Oberflacht 2:4. (Foto: hkb)
Rouven Spindler

Der Sieg im Nachbarschaftsduell der Fußball-Kreisliga A 2 zwischen dem SV Wurmlingen und dem SV Seitingen-Oberflacht ist an die Gäste aus der Baar gegangen. In einem ereignisreichen Spiel setzte sich die Elf von Trainer Selahattin Karatas mit 4:2 (4:1) durch.

Für Gesprächsstoff während und nach der Partie sorgten auf beiden Seiten einige Entscheidungen des Unparteiischen Bernd Kaiser (Königsfeld). „Es ist unnötig Hektik ins Spiel gekommen, das lag auch am Schiedsrichter“, fasste Karatas zusammen. Er konnte am Samstag mit seinem Team zufrieden sein: „Wir waren sehr effektiv und haben die Fehler des Gegners genutzt. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, sind geduldig geblieben und haben die Chancen verwertet.“ Trotz der 4:1-Pausenführung versuchten die Gäste nicht, sich nur mit Defensivarbeit zu beschäftigen. „Wir wollten genauso weiterspielen. Wir haben aber vorne zu schnell den Ball verloren, das war zu hektisch. Wir hatten noch zwei, drei gute Chancen“, so Karatas.

Dem SV Wurmlingen wurden zwei Treffer zurückgepfiffen. Einmal kurz vor (38. Minute) und einmal kurz nach dem Seitenwechsel (49.) – durch beide Treffer hätte das Spiel durchaus kippen können. Auch für den Gästetrainer waren es keine unumstrittenen Entscheidungen. „Beim ersten Tor kann es gut Abseits gewesen sein, aber beim zweiten Tor denke ich nicht, dass es Abseits war.“

SVW-Trainer Joachim Patzak ärgerte sich aber auch über eine weitere Szene im ersten Durchgang: „Uns werden zwei Tore wegen angeblichem Abseits aberkannt. Und beim 1:2 geht ein Foulspiel an Saikou Joof voraus.“ In dem Kopfballduell mit Jannis Mink erkannte der Schiedsrichter aber keine Regelwidrigkeit. Auch der vorherige Wurmlinger Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1 (14.) durch Anthony Nwaise blieb nicht unumstritten. Im Zweikampf vor dem Tor wollten auch die Gäste ein Foulspiel erkannt haben.

Seitingen war über 90 Minuten aggressiver, aber sowohl in der ersten als auch in der zweiten Hälfte spielerisch nicht stärker. Wir haben nach der Pause alles probiert, hatten einen Pfosten- und einen Lattentreffer. Wir haben es nicht verstanden, die Chancen auszuspielen, aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben“, bilanziert Patzak die zweite Saisonniederlage. Im Mittelfeld sei man zu weit vom Gegner weggewesen, hinzu kamen unglückliche Gegentreffer.

Der Derbysieg kam für den SV Seitingen-Oberflacht zum richtigen Zeitpunkt. Schon in den Spielen zuvor gegen die SpVgg Trossingen II (3:2) und den SC 04 Tuttlingen (3:5) hatte Karatas eine Steigerung erkannt. Diesmal sei die Effektivität vor dem Tor der Schlüssel zum Erfolg gewesen. Karatas: „Jetzt müssen wir daran arbeiten, dass die Formkurve weiter nach oben geht.“

Beide Vereine werden als nächstes gegen den BSV Schwenningen antreten. Wurmlingen ist am Samstag im Gustav-Strohm-Stadion zu Gast, Seitingen-Oberflacht empfängt den BSV nach einem spielfreien Wochenende daheim. Die Schwenninger haben am Wochenende der mit drei Siegen gut gestarteten Reserve des SC 04 Tuttlingen mit 4:2 die erste Saisonniederlage zugefügt.

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