In der Schlosshalle geht es exotisch und spektakulär zu

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Die fünfte Jahreszeit ist am Samstag endgültig in Wurmlingen eingezogen: Die Narrenzunft zelebrierte in der Schlosshalle ihren Zunftabend. So ganz dem Wurmlinger Narrenmarsch entsprechend: „No juzgerets und pfuzgerets, und älles ischt verruckt“ hieß es. Und es war tatsächlich eine irre Schau.

Vor vollem Haus, wie Zunftmeister Klaus Wittkopf mit seinem Ansager Arne Hahn von der Bühne herab feststellte: Es sei „ein ganz toller Rundblick“, stellte er fest, denn „die Halle ist voll“. Nicht nur mit professionellen Narren und den „Großkopfeten“, von Pfarrer Maurice Stephan, und den mit Gattin erschienenen Schultes Klaus Schellenberg, Ehrenzunftmeister Ernst Schmid bis hin zu Narrenfreundschaftsring-Präsident Kurt Szofer.

Und dabei freute sich Wittkopf auch über die „Fasnetsnarre kugelrund“, die das Ballgetöse eher als Gesundbrunnen betrachteten. Denn „Fasnet machet älle gsund“, heißt es im Refrain des Narrenmarschs. Kein Wunder, dass alle mitschunkelten, als die „Hirschbuebe“ diesen zur ersten Schunkelrunde bliesen. Und nicht nur deren Sound kam an. Der Fanfarenzug Wurmlingen mit Tambour Joachim Zepf hatte ebenfalls Melodien zum Schunkeln drauf.

Aber richtig „verruckt“ wurde es, als die Guggenmusiken aus Thalheim und aus Weilheim spielten: „No schäpperets und kläpperets“ hatte der Autor des Narrenmarschs schon in grauer Vorzeit vorhergesehen, als diese Art von Musik noch gar nicht erfunden war. Während dieser Abschnitte war jede Unterhaltung unmöglich. Es dominierte der Hörgenuss, wenn die breite Palette an neumodischen Volksliedern erklang. „By the Rivers of Babylon“, war da genau so herauszuhören wie Bill Haleys legendärer „Rock around the clock“ oder gar der alte Ohrwurm „Ein Schiff wird kommen“. Nicht alle Narren waren kugelrund. Da gab es auch ganz sportlich ranke und schlanke: Vor allem auf der Bühne. Zunftmeister Wittkopf war bei der Begrüßung überzeugt, dass sein Team ein „unterhaltsames Programm“ zusammengestellt hatte, in dem sich auch die Eigengewächse sehen ließen. Der Hexentanz seiner hauseigenen Truppe war neu einstudiert und spektakulär.

Die Gastgruppen waren gut ausgewählt. Die Deichelmäuse aus Spaichingen waren dabei. Danach zauberte die Hästräger-Tanzgruppe der Narrenzunft Spaichingen mit ihrem Highschool-Musical eine tolle Show auf die Bühne. Die Funky Diamonds vom Turnerbund Weilheim verbreiteten einen Hauch von Exotik und ganz sportlich waren erstmals die Jazztanz-Aktiven der TG Seitingen-Oberflacht beim Zunftball mit von der Partie. Und als alle diese wunderbaren Programmpunkte vorüber waren, da ging die Party richtig los.

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