Handwerkskammer verleiht Gold

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Walter Sautter

Das Handwerk – „die Wirtschaftsmacht von nebenan“ – hat nicht nur „goldenen Boden“: Sie verleiht auch Goldene Meisterbriefe. Am Freitag sind im „Hirschen“ in Wurmlingen 36 altgediente Handwerksmeisterinnen und -meister mit einem solchen ausgezeichnet worden. Der Großteil davon gehört der Kreishandwerkerschaft Tuttlingen an, einige der Jubilare kamen auch aus den benachbarten Landkreisen.

Sie seien in den vergangenen 40 Jahren „Vorbild geworden“, gratulierte Gotthard Reiner, der Präsident der Handwerkskammer Konstanz. Sie hätten in diesem langen Zeitraum „Höhen und Tiefen bewältigt“ und seien gleichwohl „zielstrebig ihren Weg gegangen“ und: Mit „fachlichem Können gepunktet“. Ihr meisterliches Können sei „ein Schatz – dauerhaft und wertvoll“, so das Credo von Präsident Reiner.

Eine ausführliche Laudatio hatte zuvor Kreishandwerksmeister Armin Schumacher gehalten und dabei auch vehement für den Erhalt des Meisterbriefs geworben. Die „Angriffe aus Brüssel“ gelte es zusammen mit der (deutschen) Politik weiter erfolgreich abzuwehren: „Der Meisterbrief steht für gelebten Verbraucherschutz“, war eines seiner Argumente.

Die Jubilare verkörperten „eine immense Summe an Wissen und praktischem Können“, hatte er ausgeführt. Sie hätten mit „Mut, Ausdauer, Verantwortungsbereitschaft und Durchsetzungsvermögen“ das Handwerk repräsentiert. Für sie sei „der Beruf auch immer Berufung“ gewesen. Er sei sicher, dass „wir im Handwerk“ auch die Herausforderungen der Zukunft, einschließlich Digitalisierung, erfolgreich „meistern“ werden.

Gratulanten waren auch Bundestagsabgeordneter Volker Kauder, der Erste Landesbeamte Stefan Helbig sowie Bürgermeister Klaus Schellenberg. „Herzlichen Dank“, sagte MdB Kauder vor allem für die Ausbildung und die Übernahme der Verantwortung für die junge Generation.

Die Jubilare hätten vier Jahrzehnte „Wirtschaftsgeschichte mit geprägt“ und dabei „eine Vorbildfunktion wahrgenommen“, attestierte Stefan Helbig. Dies nicht zuletzt mit „Mut, Optimismus und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten“. Als Meister hätten sie „für Qualität und Leistung“ gestanden. Sie hätten „ihren beruf von der Pike auf gelernt“ und damit früh den Grundstein für ihr Berufsleben gelegt, war Bürgermeister Schellenberg überzeugt. Die geehrten Handwerksmeisterinnen und –meister seien „Vorbilder, Ausbilder und Arbeitgeber“. Sie hätten sich „ihrer Verantwortung gestellt“. Er wolle sie „ermuntern ihre Qualifikation an die nächste Generation weiterzugeben“.

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