Friedhofsvorplatz wird kleiner

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Der vor rund 40 Jahren angelegte Friedhofsvorplatz südlich der St. Sebastianskapelle in Wurmlingen soll umgestaltet werden. Am
Der vor rund 40 Jahren angelegte Friedhofsvorplatz südlich der St. Sebastianskapelle in Wurmlingen soll umgestaltet werden. Am Montag war die Vorplanung im Gemeinderat auf dem Prüfstand. (Foto: Walter Sautter)
Walter Sautter

Der Friedhofsvorplatz in Wurmlingen – südlich der St. Sebastianskapelle – soll neu gestaltet werden. Mit der Vorentwurfsplanung hatte die Gemeinde das Büro für Architektur und Freiraum beauftragt. In der Sitzung des Gemeinderats am Montag hat Landschaftsarchitekt Wolfgang Treß seine nach der Vorstellung im Technischen Ausschuss im April präzisierten Pläne erläutert.

„Wir sind startklar für die nächste Etappe“, war das Fazit von Bürgermeister Klaus Schellenberg, denn in der Sitzung wurden doch eine Reihe von „Pflöcken eingeschlagen“. Festgelegt wurde mit elf zu drei Stimmen, dass die zur Straße und damit auch zum Gemeindezentrum hin offene Variante weiter verfolgt werden soll. Denn es gehe „nur“ um den Vorplatz des Friedhofs, der kein „Ort der Stille“ sein müsse. Zumal er dies angesichts des Verkehrslärms von der vorbeiführenden Kreisstraße auch nie werden könne, wurde in Diskussionsbeiträgen angemerkt.

Beim Unterbau des Terrains wurde davon ausgegangen, dass dieser im Originalzustand auch die neue Platzgestaltung aushalten werde. Die große dreistämmige Friedhofslinde – ein Naturdenkmal – bleibt unangetastet und wird in die Gestaltung einbezogen. Einige auf dem Platz vorhandenen Bäume mit kugelförmiger Krone sind indes „keine Zwangspunkte“ und müssen nicht erhalten werden. Das Thema Wasser soll zur Erinnerung an das in historischen Zeiten am damaligen Kapuzinerkloster vorbeifließende Wasser des Bärengrabens weiter dargestellt werden. Dazu könnte, um Kosten zu sparen, der vorhandene Brunnen deutlich verkleinert werden, entsprechend den kleineren Proportionen des künftigen Vorplatzes.

Ob eine Mauer zum Friedhof hin kommt und wie diese gestaltet wird, soll später entschieden werden, wenn das dortige Gräberfeld abgeräumt ist und zur Neugestaltung ansteht.

Umgestaltung soll bis zum Volkstrauertag fertig sein

Ein ganz wesentliches Thema sind die Kosten. Im Haushalt sind zunächst 126 000 Euro eingestellt worden. Ob dies eingehalten werden kann, werde vor allem von den verwendeten Materialien abhängen, so Landschaftsarchitekt Treß von der Firma Freiraum-Werkstadt. Dessen Entwurfsplanung soll bis zum 8. Juni der Gemeinde vorliegen.

Zehn Tage später, am 18. Juni, soll diese im Gemeinderat beraten werden und danach als Grundlage für die Ausschreibung verwendet werden können. Direkt nach den Sommerferien soll Baubeginn sein. Die doch ambitionierte Annahme geht davon aus, dass die Umgestaltung bis zum Volkstrauertag mit der traditionellen Feier auf diesem Platz erfolgt ist.

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