Forstneuorganisation: Es fehlt am Vertrag

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 Damit Wurmlingen ihren Gemeindewald vom Förster des Landkreises betreuen lassen kann, braucht es einen Vertrag. Doch der Muster
Damit Wurmlingen ihren Gemeindewald vom Förster des Landkreises betreuen lassen kann, braucht es einen Vertrag. Doch der Mustervertrag von der Landesregierung liegt noch nicht vor. (Foto: Symbol: Philipp Schulze/DPA)

Im Rahmen der landesweiten Forstneuorganisation hat der Wurmlinger Gemeinderat bereits im Dezember des vergangenen Jahres beschlossen, das Angebot des Landkreises zur Betreuung des Gemeindewaldes durch dessen Förster anzunehmen. Der entsprechende Vertrag konnte allerdings noch nicht unterschrieben werden.

Denn der Vertrag existiert noch nicht. Er soll auf der Grundlage eines Mustervertrages aufbauen, den das Ministerium des ländlichen Raums „zugesagt und angekündigt“ habe, sagte Bürgermeister Klaus Schellenberg in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Dazu müssen allerdings vorher vom Land Baden-Württemberg die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Dieses habe zwar „signalisiert“, die Voraussetzungen noch vor den Kommunalwahlen am 26. Mai zu schaffen, aber dies sei „jedoch mit einem Fragzeichen zu versehen“.

Keine Beschlüsse nach der Wahl

Da jedoch zwischen der Wahl des Gemeinderates und dessen konstituierender Sitzung „keine Beschlüsse von Bedeutung“ mehr gefasst werden dürfen, wurde jetzt Bürgermeister Schellenberg beauftragt, den Vertrag ohne weitere Beratung zu unterzeichnen. Voraussetzung ist jedoch, dass dieser auf dem Mustervertrag des Ministeriums aufbaut und gegenüber den aktuellen Fakten keine wesentlichen Änderungen enthält.

Das neue Angebot des Landkreises sieht bei einem geplanten Einschlag von jährlich 4650 Festmetern Kosten von 40 159 Euro vor. Bisher lagen diese – subventioniert durch das Land – bei 32 389 Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 22 Prozent. In den Kosten ist neben einem einschlagabhängigen Anteil auch eine Grundgebühr von 19 512 Euro für 629,4 Hektar Holzbodenfläche enthalten. Dies entspricht 31 Euro pro Hektar. Außerdem enthalten ist eine Gebühr für den Holzverkauf von 2,20 Euro pro Festmeter.

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