Dieses Gebiet in Wurmlingen profitiert als erstes vom Breitbandausbau

Lesedauer: 3 Min
 Die Breitbandinitiative der Gemeinden im Landkreis (BIT) soll noch dieses Jahr den sogenannten Backbone-Ausbau im Faulenbachtal
Die Breitbandinitiative der Gemeinden im Landkreis (BIT) soll noch dieses Jahr den sogenannten Backbone-Ausbau im Faulenbachtal umsetzen. Die Gemeinde Wurmlingen soll im Gewerbegebiet Fürselben von Seitingen-Oberflacht her über den Mühlenweg erreicht werden. Der Übergabepunkt ist im Bereich der Daimlerstraße geplant. (Foto: Uli Deck, dpa)
Walter Sautter

Zum Breitbandausbau in Wurmlingen hat Bürgermeister Klaus Schellenberg am Montag im Gemeinderat einen Sachstandsbericht vorgelegt. Vor allem für Gewerbebetriebe sei dieser Ausbau mit höheren Bandbreiten als „ganz wesentliche Infrastruktur“ eine Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit, denn das Internet sei „Zugang zur Welt“.

Wurmlingen habe zwar aktuell mit den Angeboten von Unitymedia und der Telekom noch eine gute Breitbandversorgung. Gleichwohl würden notwendige Bandbreiten in der Zukunft deutlich über den bisherigen Anforderungen liegen. Daher verfolge die Gemeinde „mit Nachdruck“ den weiteren Breitbandausbau. Sie ist daher auch Mitglied der Breitbandinitiative der Gemeinden im Landkreis (BIT) geworden.

Diese soll, so die Planung, im laufenden Jahr 2019 den sogenannten Backbone-Ausbau im Faulenbachtal umsetzen. Die Leitungsführung sieht vor, dass Wurmlingen im Gewerbegebiet Fürselben von Seitingen-Oberflacht her über den Mühlenweg erreicht wird. Der Übergabepunkt – der POP-Standort – soll im Bereich der Daimlerstraße installiert werden. In dieser sind im Rahmen ihrer Sanierung bereits die notwendigen Leerrohre eingelegt.

In einem ersten Bauabschnitt sollten neben den Betrieben in Daimler- und Eltastraße auch Firmen in den davon nördlich gelegenen Straßen – Max-Planck-Straße, Heinrich-Honer-Straße und Teile der Gallusstraße – mit angeschlossen und versorgt werden.

Die ganze Aktion hat allerdings ein großes Manko: Das Land Baden-Württemberg hat kräftig auf die Euphoriebremse getreten: Es hat die sogenannte Förderaufgriffsschwelle von einer Leitung von 50 MB auf 30 MB abgesenkt.

Dies bedeutet, dass es weder für private, noch für gewerbliche Anschlüsse Zuschüsse gibt, weil dieser Wert von den bisherigen Netzbetreibern erreicht wird. Die Gemeinde wird daher den ersten Abschnitt ohne Fördermittel umsetzen müssen.

Die Gebäudeeigentümer seien über diesen Sachstand unterrichtet worden. Dazu gehörten auch bereits Antragsformulare für Hausanschluss- und Gestattungsverträge, einschließlich deren „Kleingedrucktes“. Außerdem wurden sie zu einer für heute, Donnerstag, 14. März, terminierten Informationsveranstaltung mit Vertretern der BIT und dem künftigen Betreiber, der NetCom BW, eingeladen.

Danach lasse sich auch das Interesse der potenziellen Nutzer abschätzen, so Schellenberg. Denn für diesen ersten Abschnitt sei eine hohe Anschlussquote zu wünschen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen