34 Jugendwehren messen sich in Wurmlingen

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Walter Sautter

Eine besondere „Tour de Wurmlingen“ ist am Samstag in der Gemeinde organisiert worden: 34 Gruppen aus Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis spielten und kämpften um den Wanderpokal des Kreises. Außerdem waren auf einer „entschärften“ Extrarunde elf Kinderfeuerwehren quer durchs Dorf unterwegs. Mitgemacht hatten nahezu 400 Kinder und Jugendliche.

Die Gesamtleitung hatte Tobias Heinzelmann, Jugendleiter bei der gastgebenden Freiwilligen Feuerwehr Wurmlingen. Er konnte auf ein großes Team bauen. Exakt 24 Kinder und Jugendliche aus seiner Gruppe hatten auf den Start beim Wettbewerb verzichtet und waren als begeisterte Helfer im Dienst. Dazu kamen mindestens 26 Erwachsene: Aktive, einschließlich Kommandant Lars Marek und Vize Danyel Kiskanc, sowie engagierte Eltern.

Es war eine reife Gemeinschaftsleistung. Dies würdigte vor allem Wurmlingens Bürgermeister Klaus Schellenberg in seinem Grußwort im Rahmen der Siegerehrung. Die Gemeinde sei stolz auf die gut funktionierende Jugendfeuerwehr und deren Engagement. Die Organisation des Wettbewerbs habe ganz sicher auch die Kameradschaft gestärkt „und sie lernen etwas dabei“. Er hoffe, dass für viele der Jugendlichen hier die Basis für den späteren Dienst als Aktive gelegt werde.

Selbstverständlich stand am Ende auch die Gratulation an die besten Gruppen. Spaichingen, mit großem Fanclub unterwegs, gewann den „dicken Pott“ des Landkreises. Dahinter platzierten sich die Jugendfeuerwehren aus Rietheim, Weilheim und Aldingen. Aber: Sieger waren letztlich alle, die mitgemacht und Erfahrungen gesammelt hatten. Denn es steckte doch einiges an Arbeit dahinter.

55 Kisten wasser benötigt

Zwei Schleifen waren für die Jugendfeuerwehren festgelegt worden. Da war – eigentlich bei bestem Freibadwetter – schon ein gewisses Durchhaltevermögen vorausgesetzt. Denn die beiden Runden zwischen Steig, Faulenbach, Bärengraben und Turnerheim gingen bis in die Außenbereiche, und so kamen doch mindestens zwei Mal gut fünf Kilometer auf Schusters Rappen zusammen. „Wasser marsch“, hieß es da an allen Stationen. Aber das bezog sich mehr auf das Mineralwasser. Eingeplant hatten die Organisatoren den Bedarf von 30 Kisten. Aber es musste nachgeliefert werden. Am Ende war der Inhalt von rund 55 Kisten des gratis ausgeschenkten Getränks verbraucht worden – ein Indiz für den wohl ersten „richtigen“ Sommertag.

Grasskifahren auf zwei Brettern

Die heißgeliebten feuerwehrtechnischen Wasserspiele waren an den jeweils sechs Stationen pro Runde eher eine Rarität. Spannend war es allerdings bei der Station in der Nähe der Hirschbrauerei. Gesteuert durch die Druckveränderung sollte eine Kugel durch ein Labyrinth einer auf Schläuchen aufliegenden Platte ins Ziel bewegt werden. Da war Feingefühl gefragt. Koordination nötig war beim Grasskifahren fünf „Mann hoch“ auf zwei Brettern. Punkte sammeln beim Klettern durch ein Spinnennetz aus Absperrbändern war letztlich ganz einfach – zumindest, wenn die Gruppe teamfähig war und alle einander halfen. Die „kleinen Spritzer“ der Kinderfeuerwehren hatte eine einfachere Runde durchs Dorf. Sie hatten immerhin am Schluss ihr Wasserspiel. Nur zum Spass und ohne Punktwertung durften sie mit dem Wasserstrahl aus einem D-Schlauch Pylone umwerfen. Aber sie hatten von vornherein und ganz ohne Rangliste ihre Siegerurkunde sicher: „Kinder in der Feuerwehr – immer für Spass zu haben“, hatte eine Gruppe das Motto auf ihren T-Shirts in „oranje-orange“ vorgegeben..

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